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Sollten Sie im Jahr 2025 öffentliches WLAN nutzen?
Sollten Sie im Jahr 2025 öffentliches WLAN nutzen?
Obwohl die WLAN-Sicherheit im Jahr 2025 fortschrittlicher ist, ist sie nicht perfekt. Die folgenden Bedrohungen treten weiterhin auf. Überlegen Sie es sich also zweimal, bevor Sie über eine unbekannte Verbindung surfen.
Viele Menschen nutzen öffentliche WLAN-Netzwerke immer noch ganz normal zum Senden von E-Mails und Ansehen von Videos und scheinen sich der potenziellen Risiken nicht bewusst zu sein.
Offene, unverschlüsselte WLAN-Netzwerke sind auch heute noch weit verbreitet.
Neben offenen WLAN-Netzwerken gibt es auch ältere Protokolle wie WEP und WPA. Wenn Sie in Eile sind, verbinden Sie sich möglicherweise mit diesen Netzwerken, ohne deren Integrität zu überprüfen. Diese älteren Netzwerke verfügen über eine schwache Verschlüsselung und sind anfällig für Hackerangriffe und Session-Hijacking-Tools.
Damit Sie sicher bleiben, finden Sie hier einige verschiedene Methoden zum Überprüfen der Verschlüsselung Ihres WLAN-Netzwerks unter Windows, Android, iOS und Mac – besonders nützlich, wenn Sie international unterwegs sind oder als digitaler Nomade leben .
2. Fehlende Forward Secrecy – Eine Herausforderung bei WPA2
Die größte Herausforderung bei WPA2-AES oder WPA2-TKIP ist die fehlende Vorwärtsgeheimnis. Öffentliche WLAN-Netzwerke verwenden weiterhin einfache Passwörter, die mit allen geteilt werden. Jeder mit Zugriff auf diesen Schlüssel kann alle vergangenen und zukünftigen Sitzungen im Netzwerk entschlüsseln.
Penetrationstools wie Wireshark ermöglichen einen Einblick in den erfassten SSL/TLS-Verkehr. Hat jemand Zugriff auf den Serverschlüssel, kann er alle Daten entschlüsseln. Dadurch können Anmeldedaten, E-Mails usw. offengelegt werden. Daher ist die Verwendung eines VPN in öffentlichen WLAN-Netzwerken wichtig, da es alle Ihre Datenübertragungen verschlüsselt.
Wireshark analysiert alle Netzwerkpakete, die für eine bestimmte Wi-Fi-Verbindung übertragen werden.
WPA3 ist der Goldstandard für WLAN-Sicherheit und bietet starken Schutz vor den oben genannten Angriffen. Es verwendet Simultaneous Authentication of Equals (SAE), wodurch jede Benutzersitzung separat verschlüsselt wird. Möglicherweise kennen Sie diese Vorgehensweise bereits von Flughäfen, wo nach Eingabe Ihrer Passnummer ein eindeutiger Sitzungsschlüssel generiert wird.
Obwohl WPA3 sehr sicher ist, wird es leider noch einige Jahre dauern, bis es in der Öffentlichkeit weit verbreitet ist.
3. Das eigentliche Problem gefälschter Hotspots
Wie viele Vielreisende bereits bemerkt haben, werden gefälschte Hotspots in Hotels und anderen öffentlichen Orten zu einem großen Problem. Im Grunde kann jeder eine gefälschte SSID erstellen , um die vom eigenen Standort bereitgestellte Original-SSID zu imitieren.
Die Betrüger müssen lediglich eine Reihe von Befehlen eingeben, die dem ursprünglichen WLAN-Hotspot ähneln. Beispielsweise könnte anstelle eines Hotelnamens wie „Best Inn“ das „I“ durch ein kleines „L“ ersetzt werden. Hacker kopieren sogar erbeutete Portale und Logos, um dem Ganzen ein authentisches Aussehen zu verleihen.
Erstellen Sie einen gefälschten „Best Inn“-Hotspot mit einem kleinen „L“ anstelle eines großen „Eye“.
Der beste Weg, einen gefälschten Hotspot zu erkennen, besteht wiederum darin, das verwendete WLAN-Verschlüsselungsprotokoll zu überprüfen. Natürlich wird WPA3 nicht zum Schutz Ihrer Sitzung verwendet. Wenn mehrere Hotspots mit demselben Namen vorhanden sind, müssen Sie ein VPN oder eine der Alternativen verwenden.
4. Vorsicht vor gekaperten Browsersitzungen
Die meisten Websites verwenden heutzutage HTTPS . Das bedeutet jedoch nicht, dass alle Informationen vor Hackern sicher sind. HTTPS schützt den Inhalt Ihrer Kommunikation, nicht jedoch die Metadaten.
Wenn Sie ein öffentliches WLAN-Netzwerk mit sicherem WPA3 nutzen, sollten Sie annehmen, dass alle Sicherheitslücken geschlossen sind. Doch durch Hijacking kann Ihr Gerät in einem öffentlichen Netzwerk angegriffen werden – selbst bei einer sehr sicheren Verbindung. Beim Session Hijacking übernehmen Hacker Ihre Browserdaten durch Account-Takeover (ATO)-Angriffe oder Malware, die aus dem Darknet stammen kann .
Der menschliche Faktor ist einer der Hauptgründe für diese Angriffe. Ihre Identität steht im Mittelpunkt der Gerätesicherheit. Unter Android können Sie Identity Check verwenden, um die Übernahme Ihres Geräts zu verhindern. Auch iOS-, Windows- und Mac-Geräte nutzen biometrische Authentifizierung, um die Übernahme Ihrer Konten zu verhindern.
Sicherheitsvorkehrungen bei der Nutzung öffentlicher WLANs
Obwohl die Risiken von öffentlichem WLAN im Vergleich zu vor einigen Jahren deutlich zurückgegangen sind, sind sie auch 2025 noch weit verbreitet. Sie können öffentliches WLAN jedoch weiterhin nutzen, solange Sie die folgenden Sicherheitsvorkehrungen beachten:
Halten Sie Ihren Browser und Ihr Betriebssystem immer auf dem neuesten Stand.
Verwenden Sie zum Verschlüsseln Ihrer Verbindung nur Top-VPN-Apps für iPhone und Android.
Verwenden Sie auf Ihrem Desktop-Gerät eine Antivirensoftware. Diese Software sollte eine Firewall , E-Mail- und Webschutz sowie einen Phishing-Schutz umfassen.
Aktivieren Sie die Zwei-Faktor-Authentifizierung (TFA) für alle wichtigen Benutzerkonten.
Diese Funktion ist sehr nützlich, um die neuesten Bedrohungen wie QR-Code -Phishing zu bekämpfen.
Verbinden Sie Ihr Gerät nicht automatisch mit unbekannten WLAN-Netzwerken. Überprüfen Sie das für jede Benutzersitzung verwendete Verschlüsselungsprotokoll.
Nutzen Sie im Zweifelsfall mobile Daten. Bei Finanztransaktionen oder vertraulichen Daten ist es sicherer, bei Ihrem mobilen Datentarif zu bleiben.