Neue Forschungsergebnisse eines Forscherteams aus Australien und China legen nahe, dass es auf der Erde vor etwa 4 Milliarden Jahren zum ersten Mal regnete, also 500 Millionen Jahre früher als bisher angenommen.
Um den genauen Zeitpunkt des ersten Regens auf unserem Planeten zu bestimmen, stützte sich das Team auf Sauerstoffisotope, die in uralten Mineralien konserviert sind. Dabei handelt es sich um die ältesten Überreste der Erdkruste, die im Jack Hills-Gebirge in Westaustralien gelagert sind.

Vor etwa vier Milliarden Jahren war die Erde eine trockene, staubige Landschaft mit wenig Wasser. Der erste Regen könnte zur Entstehung des Lebens beigetragen haben.
Forschungsergebnissen zufolge befinden sich in den Zirkonkristallen von Böden und Gesteinen wahrscheinlich Wassertropfen aus dem ältesten Regen der Erde. Diese Urmineralien sind seit fast 4,4 Milliarden Jahren unter den Temperaturen und dem Druck der Umwelt nahezu unverändert geblieben. Daher haben sie Forschern geholfen, einen klareren Einblick in die Entstehungsgeschichte der Erde zu gewinnen.
Wissenschaftler analysierten winzige Zirkonkörner mithilfe der Sekundärionen-Massenspektrometrie, um herauszufinden, welche Sauerstoffisotope im Magma vorhanden waren, aus dem die Kristalle entstanden.
Die neue Entdeckung der Wissenschaftler stellt einen großen Schritt vorwärts in unserem Verständnis der frühen Geschichte der Erde dar und öffnet Türen für die weitere Erforschung der Ursprünge des Lebens.