Sechs verschiedene Beleuchtungsstile sind im Porträtmodus des iPhones integriert. Sie eignen sich aber nicht nur für Selfies. Testen Sie alle sechs Beleuchtungsstile, um zu sehen, wie sie funktionieren, wo sie gut funktionieren und wie Sie sie für bessere Fotos nutzen können.
Dies ist die Standardeinstellung im Porträtmodus. Sie hält alles natürlich, während der Hintergrund leicht unscharf wird. Beginnen Sie immer hier für alle Ihre Fotos!
Der Modus „Natürliches Licht“ eignet sich gut für spontane und alltägliche Fotos. Er ist sauber und verfälscht die Beleuchtung nicht zu sehr. Hauttöne bleiben naturgetreu und die Effekte sind subtil. Sie müssen sich außer der Beleuchtung beim Fotografieren keine großen Gedanken über Details machen.
Ihre Kreativität ist hier jedoch stark eingeschränkt. Manchmal kann ein Wechsel in einen anderen Modus Ihrem Foto mehr Persönlichkeit verleihen. In anderen Modi können Sie die Intensität anpassen, im Modus „Natürliches Licht“ gibt es jedoch keine Einstellregler.
Tipp : Dies ist wie ein Foto ohne Filter. Vermeiden Sie daher direktes Sonnenlicht. Ideal sind die frühen Morgen- oder Abendstunden zur „Goldenen Stunde“. Tippen Sie zum Fokussieren und passen Sie den Belichtungsregler auf Ihrem iPhone leicht an, wenn die Beleuchtung nicht optimal ist.
2. Studiobeleuchtung
Weiches Licht für das Motiv
Studiobeleuchtung verleiht Ihrem Motiv einen weichen Lichteinfall. Sie hellt das Gesicht auf und glättet Schatten, insbesondere um die Augen.
Bei der Studiobeleuchtung wird versucht, die Beleuchtungskörper in professionellen Studios zu simulieren. Sie eignet sich daher ideal für Selfies, Porträts in Innenräumen, LinkedIn-Profilfotos und alles, was bei gleichmäßiger Beleuchtung nicht gut aussehen würde.
Bei schwachem Licht ist es oft ein Lebensretter. Es sorgt für einen subtilen Effekt, ohne filterartig zu wirken. Verwenden Sie es aber nicht zu oft. Gesichter können zu glatt wirken, insbesondere bei älteren Personen.
Tipp : Verwenden Sie einen neutralen Hintergrund, um den Fokus vollständig auf das Motiv zu richten. Wechseln Sie zum Vergleich zwischen Studiobeleuchtung und natürlichem Licht.
3. Kantenlicht
Fügen Sie Form und Stimmung hinzu
Randlicht hebt die Gesichtskonturen hervor. Wir betrachten nun Modi, die eher den harten Beleuchtungstechniken von Studiofotografen ähneln. Dieser Porträtmodus vertieft Schatten und Lichter, um das Motiv klarer darzustellen. Beispielsweise kann es sein, dass Ihr Kinn je nach Lichtquelle etwas dunkler oder heller erscheint.
Randlicht eignet sich ideal für stilisierte Porträts und Schwarz-Weiß-Fotos, wie im Screenshot unten. Es verleiht Amateurfotos ohne großen Aufwand einen professionellen Look. Setzen Sie es gezielt ein, wenn Ihr Foto mehr als nur einen Schnappschuss vermitteln soll.
Um den Effekt hervorzuheben, benötigen Sie etwas Kontrast. Schatten und Lichter benötigen etwas Licht. Vermeiden Sie daher dunkle Bereiche in diesem Modus. Platzieren Sie Ihr Motiv in der Nähe eines Fensters für natürliches Seitenlicht.
Tipp : Der Porträtmodus eignet sich nicht nur für Selfies. Probieren Sie ihn auch bei Objekten aus und erleben Sie, wie er beispielsweise Kaffeetassen oder Zimmerpflanzen eine besondere Stimmung verleiht.
4. Bühnenbeleuchtung
Isolieren Sie das Thema
Bühnenbeleuchtung ist wie ein Foto vor einem schwarzen Vorhang. Der Hintergrund wird vollständig eliminiert. Der schwarze Hintergrund verdeckt alles und fokussiert nur das Motiv.
Bühnenbeleuchtung eignet sich hervorragend für dramatische Porträts, Produktfotos oder wenn Sie einen auffälligen Look wünschen. Sie können auch versuchen, tolle Profilfotos für Ihre Online-Präsenz zu erstellen.
Es ist beeindruckend, aber verwenden Sie es sparsam. Es wirkt wie eine Studioaufnahme. Die Schwierigkeit besteht darin, es zum Laufen zu bringen, da die rechnerische Kantenerkennung unzuverlässig ist. Ein buschiges Motiv (z. B. ein Haustier) kann unschön wirken. Brillenträger haben manchmal zu unscharfe Kanten. Achten Sie daher auf eine gute Beleuchtung und einen schlichten Hintergrund.
Tipp : Verwenden Sie diesen Modus nicht für Gruppenfotos. Nur ein Motiv gleichzeitig ist ausreichend.
5. Monochromatische Bühnenbeleuchtung
Mutig und zeitlos
Dies ist die Schwarzweiß-Version von Studio Light. Hoher Kontrast und Entfernung aller Farben. Wie Studio Light berechnet dieser Modus in Echtzeit und konzentriert sich auf Form und Licht.
Monochromatische Bühnenbeleuchtung eignet sich hervorragend für Straßenporträts, ernste Ausdrücke und alles, was Sie mit einem Vintage-Gefühl der alten Welt versehen möchten.
Mit diesem Modus konzentrieren Sie sich auf das Gesicht und die Stimmung der Person. Und natürlich lässt es uns alle wie bessere Fotografen aussehen, als wir es sind!
Dieser Modus weist jedoch einige der gleichen Probleme wie die Studiobeleuchtung auf. Kanten können schief wirken. Und wenn die Beleuchtung zu flach ist, verliert das Bild seine Attraktivität.
Tipp : Dieser Modus eignet sich gut für schwarze Outfits oder markante Gesichtszüge. Probieren Sie diesen Modus aus, wenn Ihre Fotos minimalistisch wirken sollen!
6. Monochromatisches Licht mit geringem Kontrast
Sauber und modern
In diesem Modus wird das Motiv grau und der Hintergrund weiß. Wie bei allen High-Key-Fotografien ist dieser Effekt kontrastreich und entfernt alle Farben. Betrachten Sie ihn als das Gegenteil von Bühnenlicht. Und wie bei Bühnenlicht sollten Sie ihn sparsam einsetzen. Er wirkt dramatischer und surrealer als jeder andere Modus.
Mit High-Key können Sie Straßenporträts von Haustieren und Menschen aufnehmen.
Der Effekt wirkt besonders gut, wenn das Motiv vom Hintergrund getrennt ist. Selbst lockiges Haar lässt sich so einfangen. Der High-Key-Effekt dieses Modus kommt am besten mit dunkler oder gemusterter Kleidung zur Geltung. Trägt das Motiv Weiß, kann es mit dem Hintergrund verschmelzen.
Aber seien Sie vorsichtig mit zu viel Weiß im Foto, da es sonst verwaschen wirken kann. Fügen Sie etwas Kontrast hinzu.
Tipp : Fotografieren Sie nicht vor einem überladenen Hintergrund. Die Software im Porträtmodus übernimmt zwar die Bildqualität, benötigt aber bei der Kantenerkennung jede Unterstützung. Es ist einer der besten Modi für Live-Aufnahmen.
So verwenden Sie die einzelnen Porträtmodi auf dem iPhone
Der Porträtmodus ist nicht jedermanns Sache. Unterschiedliche Beleuchtungsstile erzeugen unterschiedliche Stimmungen. Manche Modi eignen sich hervorragend für spontane Schnappschüsse. Andere gelingen besser, wenn man innehält und über das Foto nachdenkt. Wenn du ungewöhnliche Ränder siehst, wie bei einer durchsichtigen Brille, wechsle in einen anderen Modus oder bearbeite das Foto später.
So verwenden Sie sie:
Natürliches Licht für authentische Momente.
Studiobeleuchtung für helle und klare Porträts.
Kantenbeleuchtung, wenn Sie mehr Tiefe wünschen.
Bühnenbeleuchtung und monochromatische Bühnenbeleuchtung für dramatische Stimmungen.
Monochromatische Beleuchtung mit geringem Kontrast für stilvolle, minimalistische Fotos.
Du musst nicht jede Regel auswendig lernen. Probiere einfach jeden Modus aus. Nimm dir ein paar Sekunden Zeit, um den richtigen zu finden. Du kannst tolle Fotos auch ohne Filter und ohne den iPhone-Kamerastil machen. Im Zweifelsfall wähle den Basismodus „Natürliches Licht“ für ein Foto und passe die anderen Modi später an. Versuche es aber auch mal mit Porträtaufnahmen und schau, ob dir das hilft, ein Auge für eine Szene zu entwickeln.