Pfand in Österreich 2026: 25 Cent und Rückgabe – Stand 8. November

Zuletzt geprüft: Sonntag, 8. November 2026, 06:37 Uhr Mitteleuropäische Zeit (MEZ, UTC+01:00) in Wien; 05:37 Uhr UTC. Die Angaben beruhen auf den bei dieser Prüfung verfügbaren Informationen des österreichischen Umweltministeriums und der zentralen Pfandstelle.

In Österreich fallen 2026 weiterhin 25 Cent Einwegpfand pro Verpackung an: Betroffen sind gekennzeichnete Getränke-Kunststoffflaschen und Metalldosen von 0,1 bis 3 Litern. Beim Kauf wird der Betrag zusätzlich zum Getränkepreis verrechnet; bei der ordnungsgemäßen Rückgabe erhalten Konsumentinnen und Konsumenten ihn zurück. Entscheidend sind das österreichische Pfandlogo und ein lesbarer Strichcode – das Recyclingzeichen allein genügt nicht.

Wichtig gegenüber dem Einführungsjahr 2025: Die gesetzliche Übergangsfrist für den Verkauf bestimmter alter Getränkebestände ohne Pfandlogo endete am 31. Dezember 2025. Seit 2026 dürfen Getränkeverpackungen, die unter das Einwegpfand fallen, nicht mehr ohne die erforderliche Kennzeichnung abgefüllt oder verkauft werden. Wer noch eine alte Flasche ohne österreichisches Pfandlogo zu Hause hat, bekommt dafür keine 25 Cent ausbezahlt. Nicht jede Flasche ist allerdings pfandpflichtig: Für Milchprodukte, Sirupe, Getränkekartons und Glas gelten Ausnahmen beziehungsweise andere Rückgabesysteme.

Destaques

  • Pfandbetrag: Einheitlich 0,25 Euro je entsprechend gekennzeichneter Einweg-Kunststoffflasche oder Metalldose zwischen 0,1 und 3 Litern.
  • Ausnahmen: Beispielsweise Milchprodukte, Sirupe, Getränkeverbundkartons und Glasflaschen; Mehrwegflaschen können eigene Pfandregeln haben.
  • Rückgabe: Am Supermarkt-Rücknahmeautomaten sind österreichische Pfandgebinde verschiedener Marken und Größen möglich; kleine Verkaufsstellen mit manueller Annahme haben engere Pflichten.
  • Voraussetzung: Verpackung restentleeren, nicht zerdrücken und Etikett mit Pfandlogo sowie Barcode gut lesbar lassen. Pfandbons können an der vorgesehenen Kassa auch bar eingelöst werden.
Illustration einer Kunststoff-Getränkeflasche und einer Getränkedose vor einem Rückgabeautomaten in einem Supermarkt
Symbolbild: Kunststoffflasche und Getränkedose vor einem Rücknahmeautomaten. Die Szene zeigt keine bestimmte Verkaufsstelle in Österreich.

Für welche Flaschen und Dosen gilt das Pfand in Österreich 2026?

Das bundesweite Einwegpfand wurde am 1. Jänner 2025 eingeführt. Es betrifft grundsätzlich geschlossene oder überwiegend geschlossene Einweg-Getränkeverpackungen aus Kunststoff oder Metall mit einem Füllvolumen von mindestens 0,1 und höchstens 3 Litern. Dazu können etwa Wasser, Limonade, Eistee, Saft, Energydrinks und Bier gehören, sofern sie in einer einbezogenen Verpackung angeboten werden und die österreichische Pfandkennzeichnung tragen. Material, Füllmenge, Produktart und Kennzeichnung müssen zusammenpassen.

Verpackung oder GetränkEinwegpfand von 25 Cent?Worauf achten?
PET- oder andere Kunststoff-Getränkeflasche, 0,1 bis 3 LiterGrundsätzlich jaÖsterreichisches Pfandlogo und Barcode prüfen.
Getränkedose aus Metall, 0,1 bis 3 LiterGrundsätzlich jaAuch bei kleinen Dosen gilt einheitlich 25 Cent.
Milch und Milchprodukte beziehungsweise Getränke mit mindestens 51 % MilchanteilNeinAusnahme für Milchprodukte; Pflanzengetränke sind nicht allein wegen ihrer Bezeichnung ausgenommen.
Sirup oder Getränkekonzentrat, das erst verdünnt werden mussNeinKein unmittelbar trinkfertiges Getränk.
Getränkekarton, etwa ein VerbundkartonNeinFällt nicht unter dieses Einwegpfand.
GlasflascheNicht unter das neue 25-Cent-EinwegpfandBei Mehrweg-Glasflaschen kann ein anderes Pfand bestehen.

Auch Pflanzendrinks wie Hafer- oder Sojagetränke sind nicht pauschal wie Kuhmilch ausgenommen. Entscheidend ist die jeweilige Zusammensetzung und Verpackung. Im Zweifel ist das österreichische Pfandlogo der beste praktische Hinweis; es befindet sich in der Nähe des Barcodes. Für Flaschen und Dosen außerhalb des vorgeschriebenen Größenbereichs gilt das 25-Cent-System nicht.

Wie funktioniert die Pfandrückgabe am Automaten?

Am bequemsten funktioniert die Rückgabe meist im Lebensmittelhandel. Der Automat erkennt die Pfandverpackung anhand von Form, Barcode und österreichischem Pfandsymbol. Es ist grundsätzlich nicht nötig, zum ursprünglichen Geschäft oder zur ursprünglichen Getränkemarke zurückzukehren: Ein geeigneter Rücknahmeautomat kann pfandpflichtige Gebinde verschiedener Marken und Größen annehmen.

  1. Leeren: Getränkereste ausschütten. Flasche oder Dose nicht plattdrücken.
  2. Kontrollieren: Etikett, Pfandlogo und Barcode auf der Verpackung lassen. Der Flaschenverschluss darf draufbleiben, ist aber für die Rückgabe nicht zwingend erforderlich.
  3. Einwerfen: Verpackung nach den Hinweisen am Rücknahmeautomaten einzeln einführen. Nur angenommene Gebinde werden gutgeschrieben.
  4. Pfand erhalten: Den ausgegebenen Pfandbon an der angegebenen Kassa als Gutschrift verwenden oder sich den Betrag auf Wunsch bar auszahlen lassen.

Die Rechnung ist einfach: Bei vier angenommenen Verpackungen sind es 1 Euro, bei zwölf Verpackungen 3 Euro. Dabei handelt es sich um die Rückzahlung eines beim Kauf geleisteten Betrags – nicht um einen zusätzlichen Rabatt auf das Getränk. Preisaktionen im Geschäft ändern die Höhe des Einwegpfands nicht.

Wo kann ich Pfandflaschen zurückgeben – auch ohne Kaufbeleg?

Grundsätzlich müssen Verkaufsstellen, die pfandpflichtige Einweggetränke an Endverbraucherinnen und Endverbraucher abgeben, diese auch zurücknehmen. Im Supermarkt mit Rücknahmeautomat ist die Annahme im Regelfall unabhängig von Marke, Packungsgröße und Anzahl möglich, soweit es sich um korrekt gekennzeichnete Gebinde des Systems handelt. Ein ursprünglicher Einkaufsbeleg für die einzelne Flasche ist dafür nicht erforderlich: Die Identifizierung erfolgt über die Verpackung selbst.

Bei manueller Rücknahme gelten Grenzen: Ein kleiner Betrieb wie eine Bäckerei oder Trafik muss nur Verpackungsarten und Füllmengen annehmen, die er selbst anbietet, und nur in der für einen einzelnen Kauf üblichen Stückzahl. Verkauft eine Trafik beispielsweise nur 0,25-Liter-Dosen, muss sie nicht zusätzlich große Kunststoffflaschen annehmen. Die Marke darf bei gleicher Verpackungsart und Füllmenge hingegen eine andere sein. Wer eine größere Sammlung abgeben möchte, ist an einem Supermarkt-Automaten meist besser aufgehoben.

Für Getränkeautomaten, reine Vor-Ort-Gastronomie und bestimmte Zustellformen bestehen Sonderregeln. Wer eine Dose an einem Getränkeautomaten kauft, zahlt gegebenenfalls Pfand, gibt sie aber an einer geeigneten Rücknahmestelle ab – nicht zwingend am Automaten selbst. Bei einem Getränk im Restaurant, dessen Verpackung im Betrieb verbleibt, kann die Gastronomie-Ausnahme greifen; Take-away-Angebote sind davon zu unterscheiden.

Warum nimmt der Rückgabeautomat eine Dose oder Flasche nicht an?

Häufig liegt es nicht an der Getränkemarke, sondern an der Erkennbarkeit. Sind Verpackungen stark zerdrückt, fehlen das Etikett oder der Barcode, oder ist kein österreichisches Pfandlogo vorhanden, kann der Automat die Gebinde nicht eindeutig zuordnen. Das gilt auch für viele im Ausland gekaufte Flaschen und Dosen, wenn sie keine österreichische Pfandkennzeichnung tragen. Ein ausländisches Pfandsymbol oder ein allgemeines Recyclingzeichen ersetzt das österreichische Logo nicht.

Ist eine Flasche lediglich verformt, bleiben Logo und Barcode aber zweifelsfrei erkennbar, sollte man sich an das Personal der Rücknahmestelle wenden: In einem solchen Fall kann eine manuelle Annahme möglich sein. Kann das Gebinde nicht als österreichisches Pfandprodukt identifiziert werden, besteht jedoch kein Anspruch auf Auszahlung. Nicht bepfandete Kunststoffflaschen und Metalldosen gehören in die dafür vorgesehene getrennte Sammlung, etwa Gelbe Tonne beziehungsweise Gelber Sack.

Was unterscheidet Einwegpfand und Mehrwegpfand?

Einweg bedeutet, dass die gebrauchte Kunststoffflasche oder Dose nach der Sammlung als Material aufbereitet wird. Das standardisierte österreichische Einwegpfand beträgt 25 Cent. Mehrweg bezeichnet dagegen Verpackungen, die nach der Rückgabe gereinigt und erneut befüllt werden können. Die Pfandbeträge und die Annahmeregeln hängen bei Mehrweg vom jeweiligen Gebinde und System ab. Deshalb ist es falsch, aus der 25-Cent-Regel abzuleiten, jede Glasflasche müsse genau diesen Betrag zurückbringen.

Wichtig ist außerdem die Jahreszahl: Eine Flasche ohne österreichisches Einwegpfandlogo aus einem früheren Bestand wird nicht nachträglich zu einer pfandpflichtigen Verpackung. Die Übergangsregelung erlaubte den Abverkauf vor dem 1. April 2025 abgefüllter Ware ohne Logo nur bis zum 31. Dezember 2025; 2026 gilt diese Verkaufsausnahme nicht mehr.

Welche Wirkung hat das Pfandsystem – und was ändert sich als Nächstes?

Ziel ist, weniger Flaschen und Dosen in der Umwelt zu verlieren und Kunststoff sowie Metall in hochwertiger Qualität wiederzuverwerten. Recycling Pfand Österreich meldete am 28. Jänner 2026 für das Kalenderjahr 2025 rund 1,4 Milliarden retournierte Einwegpfandverpackungen und eine berechnete Sammelquote von 81,5 %. Das sind ausdrücklich Zahlen für 2025, keine bestätigte Jahresbilanz 2026. Ob sich der Wert 2026 erhöht, lässt sich erst anhand neuerer vollständiger Auswertungen feststellen.

Für Verbraucherinnen und Verbraucher ändert sich durch eine höhere Rücklaufquote nichts an der Grundregel: Mit gut lesbarer Pfandkennzeichnung und unzerdrückter Verpackung lässt sich der Betrag zurückholen. Für Handel und Sammelstellen bleibt entscheidend, genügend bequeme Rückgabemöglichkeiten bereitzustellen. Das österreichische System soll damit die getrennte Sammlung verbessern; eine bestimmte künftige Recyclingwirkung ist jedoch nicht allein durch die bisherige Rückgabequote bewiesen.

Offizielle Quellen zum österreichischen Einwegpfand

Rechtsrahmen und Verbraucherinformationen: Bundesministerium: Fragen und Antworten zum Einwegpfand. Regeln für Rücknahme und Ausnahmen: Recycling Pfand Österreich: angenommene Verpackungen und Recycling Pfand Österreich: Rückgabestellen. Zur Bilanz 2025: Mitteilung der zentralen Pfandstelle vom 28. Jänner 2026.

FAQ zum Pfand in Österreich

Wie viel Pfand bekomme ich für eine PET-Flasche oder Dose?

Für eine österreichisch gekennzeichnete Einweg-Getränkeverpackung aus Kunststoff oder Metall von 0,1 bis 3 Litern sind es einheitlich 25 Cent pro angenommenem Gebinde.

Muss ich die Flasche im selben Supermarkt zurückgeben, in dem ich sie gekauft habe?

Nein. Bei einem geeigneten Rücknahmeautomaten können gekennzeichnete Einwegpfandflaschen und -dosen unabhängig von der ursprünglich gekauften Marke zurückgegeben werden. Kleinere Annahmestellen ohne Automaten müssen nur die von ihnen geführten Verpackungsarten und übliche Mengen annehmen.

Bekomme ich für zerdrückte Dosen oder Flaschen noch Pfand?

Der Automat kann sie ablehnen. Sind österreichisches Pfandlogo und Barcode dennoch eindeutig lesbar, kann das Personal eine manuelle Annahme prüfen. Ohne zweifelsfreie Identifikation gibt es keine Pfanderstattung.

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