Erdbeben in Japan: Was Reisende jetzt tun sollten – 8. November 2026
Erdbeben in Japan am 8. November 2026: Was Reisende bei Nachbeben, Tsunami-Gefahr und Bahnproblemen tun sollten – mit Notrufnummern und Tipps.
Zuletzt überprüft: 8. November 2026, 14:20 Uhr MEZ (UTC+01:00).
Die Liberty Damenmoden GmbH, bekannt als Liberty Woman, befindet sich nach einem Insolvenzantrag in einem vorläufigen Eigenverwaltungsverfahren. Das Amtsgericht Bielefeld ordnete es nach übereinstimmenden Berichten über eine Unternehmensmitteilung am 5. November 2026 an. Nach Angaben des Unternehmens sollen Filialen und Onlineshop zunächst weiterbetrieben werden.
Für Kundinnen und Kunden bedeutet das: Eine offene Bestellung ist nicht automatisch verloren, und die Insolvenz beendet bestehende Rechte nicht einfach. Ob ein bestimmter Gutschein angenommen oder eine Erstattung vollständig ausgezahlt wird, lässt sich aber nicht pauschal zusagen. Entscheidend sind unter anderem der Vertrag, der Zeitpunkt des Anspruchs und der weitere Verlauf des Verfahrens.
Destaques
Die Gesellschaft mit Sitz in Lübbecke hat ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung beantragt. In dieser Verfahrensform führt grundsätzlich die Geschäftsleitung die Geschäfte unter insolvenzrechtlicher Aufsicht weiter. Nach den veröffentlichten Berichten wurde Hans-Joachim Berner zum vorläufigen Sachwalter bestellt. Die Anordnung eines vorläufigen Verfahrens ist noch nicht mit der Eröffnung des eigentlichen Insolvenzverfahrens gleichzusetzen.
Als Gründe nannte das Unternehmen demnach die schwierige Marktlage im Modehandel, sinkende Kundenfrequenzen und eine schwache Nachfrage nach Herbst- und Wintermode. Liberty will unter anderem Filialnetz, Kosten und Abläufe überprüfen. Daraus folgt noch keine bestätigte Aussage darüber, welche einzelnen Standorte langfristig bestehen bleiben.
Da der Verkauf nach Unternehmensangaben zunächst weiterläuft, sollten Käufer zuerst die Versandbestätigung und gegebenenfalls den Status im Kundenkonto prüfen. Bleibt die Lieferung über den vereinbarten Termin hinaus aus, empfiehlt sich eine schriftliche Nachfrage mit Bestellnummer und der Bitte um einen konkreten Liefertermin. Bestellbestätigung, Rechnung, Zahlungsbeleg und Schriftverkehr sollten aufbewahrt werden.
Bei nicht gelieferter und bereits bezahlter Ware hängt die Durchsetzung eines Rückzahlungsanspruchs vom Einzelfall und vom Verfahrensstand ab. Die Verbraucherzentrale erläutert die allgemeinen Folgen einer Firmeninsolvenz: Wird ein Verfahren eröffnet und ein bereits bestehender Anspruch als Insolvenzforderung behandelt, kann eine Anmeldung zur Insolvenztabelle erforderlich sein. Eine vollständige Auszahlung ist dann nicht sicher.
Wer mit PayPal, Kreditkarte oder einem anderen Zahlungsdienst bezahlt hat, kann zusätzlich prüfen, ob der Anbieter für den konkreten Fall einen Käuferschutz oder ein Rückbuchungsverfahren vorsieht. Dafür gelten eigene Voraussetzungen und Fristen. Eine erfolgreiche Rückbuchung ist nicht garantiert.
Ob ein bestimmter Geschenkgutschein oder eine Gutschrift derzeit akzeptiert wird, sollte direkt vor dem Einkauf bei Liberty oder in der betreffenden Filiale erfragt werden. Eine verbindliche, allgemein zugängliche Sonderregelung des Unternehmens für sämtliche vor dem Insolvenzantrag ausgestellten Wertgutscheine ließ sich bei dieser Prüfung nicht verifizieren. Deshalb wäre es auch falsch, eine pauschale Annahme oder Ablehnung zu versprechen.
Gutschein, Kaufbeleg und vorhandene Restwertnachweise sollten aufbewahrt werden. Wird ein Gutschein abgelehnt, fragen Betroffene am besten schriftlich nach dem Grund und dem weiteren Vorgehen. Je nach rechtlicher Einordnung und Verfahrensstand kann ein Zahlungsanspruch später zur Insolvenztabelle anzumelden sein. Auf eine gerichtliche Aufforderung und die dort genannte Frist ist zu achten; eine Anmeldung ist nicht schon allein wegen des Insolvenzantrags automatisch fällig.
Zu unterscheiden sind bezahlte Wertgutscheine, Rabattcodes und Guthaben aus dem Kundenprogramm: Sie beruhen nicht zwingend auf denselben Bedingungen. Liberty beschreibt in seinen Servicefragen beispielsweise getrennte Gutscheine für Filialen und den Onlineshop sowie eine Jahresgutschrift der Liberty-Card. Diese allgemeinen Angaben sind keine besondere Garantie für die Zeit des Insolvenzverfahrens.
Für Verbraucher gilt bei Onlinekäufen grundsätzlich ein gesetzliches Widerrufsrecht von 14 Tagen ab Erhalt der Ware; Ausnahmen sind möglich. Die Widerrufsbelehrung von Liberty verlangt eine eindeutige Erklärung, etwa per E-Mail. Wer widerrufen möchte, sollte die Frist einhalten und einen Nachweis über die Erklärung sichern. Die Ware muss anschließend grundsätzlich binnen 14 Tagen nach dem Widerruf zurückgesendet oder übergeben werden.
Liberty beschreibt für Onlinebestellungen eine Retourenanmeldung im Kundenkonto; Gastbesteller finden den entsprechenden Zugang laut Anbieter in ihrer Bestell- oder Versandbestätigung. Die Ware kann nach den veröffentlichten Hinweisen per Paketdienst zurückgeschickt oder in einer Filiale abgegeben werden. Bei Nutzung des bereitgestellten Labels übernimmt Liberty laut seinen Serviceangaben die Rücksendekosten. Einlieferungsbeleg beziehungsweise Abgabebestätigung aufbewahren.
Die Erklärung des Widerrufs und die tatsächliche Erstattung sind zwei verschiedene Schritte. Ob und wann das Geld im konkreten Insolvenzfall zurückfließt, kann insbesondere davon abhängen, wann der Vertrag und der Anspruch entstanden sind und welche insolvenzrechtlichen Regeln gelten. Bei ausbleibender Erstattung sollten Betroffene Liberty schriftlich kontaktieren und bei Bedarf Rat bei einer Verbraucherzentrale einholen.
Für im Geschäft gekaufte, mangelfreie Ware besteht grundsätzlich kein gesetzliches Widerrufsrecht nur deshalb, weil sie nicht gefällt. Ein Umtausch kann sich aus einer freiwilligen Zusage des Händlers ergeben. Bei mangelhafter Ware bestehen dagegen gesetzliche Gewährleistungsrechte; deren Durchsetzung kann durch die Insolvenz erschwert werden.
Wie die Sanierung ausgeht und ob sich die Behandlung einzelner Bestellungen oder Gutscheine ändert, ist derzeit offen. Wer neu bestellt, sollte Lieferbedingungen und Zahlungsart vor Abschluss prüfen und berücksichtigen, dass eine Vorauszahlung bei ausbleibender Lieferung ein Risiko birgt.
Nein. Nach Unternehmensangaben sollen die Filialen zunächst geöffnet bleiben. Über ihre langfristige Zukunft ist damit noch nicht entschieden.
Grundsätzlich ja. Die Insolvenz des Händlers lässt eine berechtigte Zahlungspflicht für gelieferte Ware nicht automatisch entfallen. Bei Mängeln oder Unklarheiten sollte der Einzelfall geprüft werden.
Eine pauschale Zusage ist nicht möglich. Widerrufen Sie fristgerecht, dokumentieren Sie die Rücksendung und erkundigen Sie sich bei ausbleibender Zahlung nach dem Stand Ihrer Forderung.
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