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Kindergeld 2026 im September: Auszahlungstermine nach Endziffer, Anspruch und Antrag erklärt
Kindergeld 2026 im September: Auszahlungstermine nach Endziffer, Anspruch und Antrag erklärt
Stand: 10. September 2026. Beim Kindergeld entscheidet nicht der Nachname und auch nicht die Bank darüber, an welchem Tag das Geld überwiesen wird. Maßgeblich ist die Endziffer – also die letzte Ziffer der persönlichen Kindergeldnummer. Für Familien, die neu in das Thema einsteigen, sind deshalb drei Dinge besonders wichtig: den eigenen Anspruch prüfen, die richtigen Unterlagen bereithalten und den Auszahlungstermin nicht mit einer Zahlungsgarantie für einen bestimmten Kalendertag verwechseln.
KI-generierte Illustration: Eine Familie plant den September 2026; Kalender und Sparschwein stehen symbolisch für Kindergeld und Auszahlungstermine.
Was ist Kindergeld und wie hoch ist es 2026?
Kindergeld ist eine staatliche Familienleistung, die grundsätzlich unabhängig vom Einkommen gezahlt wird. Seit dem 1. Januar 2026 beträgt es 259 Euro pro anspruchsberechtigtem Kind und Monat. Wer bereits Kindergeld bezog, musste für die Erhöhung von 255 auf 259 Euro keinen neuen Antrag stellen; die Familienkasse passte den Betrag automatisch an. Die aktuelle Höhe bestätigt die Bundesagentur für Arbeit auf ihrer Kindergeld-Seite.
Kindergeld wird immer nur an eine berechtigte Person ausgezahlt, in vielen Fällen an einen Elternteil. Bei mehreren Kindern werden die Einzelbeträge zusammen überwiesen. Ein häufig übersehener Punkt: Besteht der Anspruch in einem Monat auch nur an einem Tag, kann für diesen Monat grundsätzlich der volle Monatsbetrag zustehen. Das ist zum Beispiel bei einer Geburt am Monatsende relevant.
Wann wird Kindergeld im September 2026 ausgezahlt?
Die Familienkasse staffelt die Überweisungen nach der Endziffer der Kindergeldnummer. Die offizielle Übersicht der Bundesagentur für Arbeit nennt für September 2026 folgende Termine:
Endziffer der Kindergeldnummer
Auszahlungstermin im September 2026
0
3. September 2026
1
7. September 2026
2
8. September 2026
3
10. September 2026
4
11. September 2026
5
15. September 2026
6
16. September 2026
7
17. September 2026
8
18. September 2026
9
21. September 2026
Die Termine stammen aus der offiziellen Auszahlungstabelle der Bundesagentur für Arbeit für 2026. Am 10. September 2026 sind die Termine für die Endziffern 0, 1 und 2 bereits verstrichen; für Endziffer 3 ist der 10. September vorgesehen. Die Endziffern 4 bis 9 folgen zwischen dem 11. und 21. September.
Wichtig ist die Formulierung „Auszahlungstermin“: Die Bundesagentur weist darauf hin, dass Wochenenden und Feiertage den tatsächlichen Geldeingang beeinflussen können und kein Rechtsanspruch auf eine Überweisung an einem ganz bestimmten Tag des Monats besteht. Wer zusätzlich Kinderzuschlag erhält – eine gesonderte, einkommensabhängige Leistung für Familien mit kleinem Einkommen –, bekommt ihn nach Angaben der Familienkasse grundsätzlich zeitgleich mit dem Kindergeld überwiesen.
Wie finden Sie Ihre Endziffer?
Die Kindergeldnummer steht auf Schreiben der Familienkasse und ist auch im Verwendungszweck früherer Kindergeldzahlungen zu finden. Sie enthält Zahlen und Buchstaben, zum Beispiel xxxFKxxxxx9. Die letzte Ziffer ist die Endziffer; im Beispiel wäre es die 9. Verwechseln Sie sie nicht mit der Steuer-Identifikationsnummer Ihres Kindes oder mit einer Ziffer der IBAN.
Wer hat 2026 Anspruch auf Kindergeld?
Für Kinder unter 18 Jahren ist die Lage in Standardfällen vergleichsweise einfach: Kindergeld kann gezahlt werden, wenn die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sind und das Kind in den relevanten Familienhaushalt eingebunden ist. Die Familienkasse nennt unter anderem leibliche Kinder, adoptierte Kinder sowie – unter bestimmten Voraussetzungen – Stief-, Pflege- und Enkelkinder. Das Kindergeld ist nicht vom Einkommen der Eltern abhängig.
Bei grenzüberschreitenden Fällen gelten zusätzliche Regeln, etwa wenn Eltern oder Kind im Ausland leben oder arbeiten. Solche Konstellationen sollten nicht mit den Regeln eines reinen Inlandsfalls gleichgesetzt werden. Die Bundesagentur stellt dafür eigene Informationen zu Kindergeld für Menschen im oder aus dem Ausland bereit.
Was gilt nach dem 18. Geburtstag?
Mit 18 endet Kindergeld nicht automatisch in jedem Fall. Bis zum 25. Geburtstag kann der Anspruch unter anderem weiterbestehen, wenn das Kind eine Schul- oder Berufsausbildung oder ein Studium absolviert, sich in einer Übergangszeit von höchstens vier Monaten befindet, keinen Ausbildungsplatz findet und sich nachweislich darum bemüht oder einen anerkannten Freiwilligendienst leistet. Ist das Kind arbeitslos, kann unter bestimmten Voraussetzungen bis zum 21. Geburtstag weiter Kindergeld gezahlt werden, wenn es bei Agentur für Arbeit oder Jobcenter arbeitsuchend gemeldet ist.
Bei einer zweiten Ausbildung oder einem weiteren Studium spielt außerdem die Erwerbstätigkeit eine Rolle. Die Bundesagentur nennt als wichtige Grenze regelmäßig bis zu 20 Wochenstunden; eine geringfügige Beschäftigung kann ebenfalls unschädlich sein. Details und die jeweils erforderlichen Nachweise finden Sie auf der offiziellen Seite Kindergeld ab 18 Jahren.
Was sollten Sie vor dem Antrag vorbereiten?
Für einen ersten Antrag lohnt es sich, die wichtigsten Daten vor Beginn zusammenzustellen. So vermeiden Sie Rückfragen und unnötige Verzögerungen.
Steuerliche Identifikationsnummern: Bei Kindern unter 18 Jahren benötigt die Familienkasse im Regelfall die Steuer-ID der antragstellenden Person und des Kindes.
Bankverbindung: Halten Sie Ihre IBAN und die Angaben zur kontoführenden Person bereit.
Angaben zum Kind und Haushalt: Dazu gehören persönliche Daten, Wohnsituation und gegebenenfalls Angaben zum anderen Elternteil.
Zusätzliche Nachweise ab 18: Je nach Situation können zum Beispiel Schul-, Ausbildungs-, Studien- oder Praktikumsnachweise erforderlich sein.
Auslandsfälle: Wurde ein Kind im Ausland geboren oder lebt es dort, kann eine Kopie der ausländischen Geburtsurkunde oder eines gleichwertigen amtlichen Dokuments notwendig sein.
Die Familienkasse erklärt die aktuellen Anforderungen auf ihrer Seite Nachweise und Bescheinigungen einreichen. Bei einem minderjährigen Kind sind im normalen Inlandsfall häufig weniger Dokumente nötig als viele Antragsteller zunächst erwarten.
So beantragen Sie Kindergeld Schritt für Schritt
1. Anspruch und zuständige Konstellation prüfen
Prüfen Sie zuerst Alter, Wohn- und Familiensituation des Kindes. Bei einem volljährigen Kind sollten Sie zusätzlich klären, ob Ausbildung, Studium, Ausbildungsplatzsuche, Arbeitslosigkeit oder Freiwilligendienst den weiteren Anspruch begründen.
2. Antrag online vorbereiten
Die Bundesagentur für Arbeit bietet den Kindergeldantrag online an. Mit einer Bund-ID – dem zentralen Nutzerkonto für digitale Verwaltungsleistungen des Bundes – kann der Online-Antrag direkt elektronisch übermittelt werden, ohne ihn anschließend auszudrucken und zu unterschreiben. Die Einstiegseite finden Sie unter Kindergeld: Anspruch, Höhe und Antrag.
3. Erforderliche Nachweise übermitteln
Laden Sie nur die Unterlagen hoch, die für Ihre Konstellation benötigt oder von der Familienkasse angefordert werden. Wenn die Familienkasse eine Frist nennt, sollten Sie diese einhalten; fehlende Belege können die Bearbeitung verzögern oder zu einer Ablehnung führen.
4. Rückwirkende Zahlung nicht verschenken
Kindergeld kann grundsätzlich für bis zu sechs Monate rückwirkend gezahlt werden, sofern in diesen Monaten ein Anspruch bestand. Wer den Antrag lange aufschiebt, kann deshalb Geld verlieren. Das Familienportal des Bundes bestätigt diese Sechs-Monats-Grenze in seiner offiziellen Erklärung zum Kindergeldantrag und zur Auszahlung.
5. Bearbeitung im Blick behalten
Nach Eingang prüft die Familienkasse, ob Angaben und Unterlagen vollständig sind. Die Bundesagentur empfiehlt, bei ausbleibender Rückmeldung nach etwa sechs Wochen telefonisch nach dem Bearbeitungsstand zu fragen. Eine längere Bearbeitungszeit ändert für sich genommen nicht die Höhe eines bestehenden Anspruchs.
Was Familien im September 2026 besonders prüfen sollten
Der September ist für viele Familien ein Übergangsmonat: Schule, Ausbildung und Studium beginnen oder wechseln, und genau solche Änderungen können bei volljährigen Kindern für den Kindergeldanspruch entscheidend sein. Wenn ein Kind nach dem Schulabschluss nicht sofort mit Ausbildung oder Studium startet, kann eine Übergangszeit von höchstens vier Monaten weiterhin abgedeckt sein. Dauert die Lücke länger, können Nachweise über die Suche nach einem Ausbildungs- oder Studienplatz wichtig werden.
Auch ein 18. Geburtstag rund um den Schul- oder Studienstart sollte nicht ignoriert werden. Die Familienkasse weist darauf hin, dass bei volljährigen Kindern die aktuelle Lebenssituation nachgewiesen werden muss. Wer ein entsprechendes Schreiben erhält, sollte angeforderte Unterlagen frühzeitig einreichen, damit die Zahlung möglichst nicht unterbrochen wird.
Prüfen Sie außerdem, ob sich im Sommer oder zum Beginn des neuen Schuljahres Adresse, Bankverbindung, Haushaltszugehörigkeit oder Ausbildungsstatus geändert haben. Solche Änderungen müssen direkt der Familienkasse gemeldet werden. Es reicht ausdrücklich nicht aus, nur Einwohnermeldeamt, Jobcenter oder Agentur für Arbeit zu informieren. Dafür gibt es den offiziellen Online-Dienst Veränderungen der Familienkasse mitteilen.
Welche Fehler führen besonders oft zu Problemen?
Falsche Endziffer verwenden: Entscheidend ist die letzte Ziffer der Kindergeldnummer, nicht die Steuer-ID und nicht die Kontonummer.
Den Auszahlungstag als Garantie verstehen: Die Termine dienen der Staffelung der Überweisungen. Abweichungen beim Geldeingang sind möglich.
Mit dem Antrag zu lange warten: Die rückwirkende Auszahlung ist grundsätzlich auf sechs Monate begrenzt.
Bei Volljährigen Nachweise vergessen: Ausbildung, Studium, Praktikum oder Ausbildungsplatzsuche müssen je nach Fall belegt werden.
Änderungen nur einer anderen Behörde melden: Anspruchsrelevante Änderungen müssen direkt an die Familienkasse gehen.
Eine vermeintliche Überzahlung einfach zurücküberweisen: Die Bundesagentur rät, auf den formellen Aufhebungs- und Erstattungsbescheid beziehungsweise die konkrete Zahlungsaufforderung zu warten, statt ungefragt Geld zurückzusenden.
Was tun, wenn das Kindergeld am erwarteten Termin nicht da ist?
Prüfen Sie zuerst, ob Sie wirklich die richtige Endziffer verwendet haben und ob es sich um den offiziellen Termin für September handelt. Kontrollieren Sie anschließend, ob Ihre Bankverbindung aktuell ist und ob die Familienkasse zuletzt Nachweise oder eine Antwort von Ihnen angefordert hat. Beachten Sie, dass der Betrag im Laufe des Auszahlungstages gutgeschrieben werden kann.
Bleibt eine erwartete Zahlung aus, können Sie die Familienkasse kontaktieren. Für Informationen zur Auszahlung nennt die Bundesagentur die gebührenfreie Nummer 0800 4 555533; für allgemeine Auskünfte 0800 4 555530. Halten Sie dabei Ihre Kindergeldnummer bereit.
Fazit: Im September zählen Endziffer und aktuelle Nachweise
Für September 2026 reicht ein kurzer Check, um die meisten Unsicherheiten zu vermeiden: Die Endziffer der Kindergeldnummer bestimmt den planmäßigen Auszahlungstermin zwischen dem 3. und 21. September, der Monatsbetrag liegt bei 259 Euro je anspruchsberechtigtem Kind, und bei volljährigen Kindern müssen Ausbildung, Studium oder andere anspruchsbegründende Situationen sauber nachgewiesen werden. Wer neu beantragt, sollte Steuer-IDs, Bankverbindung und gegebenenfalls Zusatznachweise bereithalten und wegen der sechsmonatigen Rückwirkungsgrenze nicht unnötig warten.
Alle Termine und Regeln in diesem Beitrag wurden mit den am 10. September 2026 verfügbaren offiziellen Informationen der Bundesagentur für Arbeit, des Familienportals des Bundes und der Bundesregierung abgeglichen. Bei Sonderfällen – insbesondere grenzüberschreitenden Familienkonstellationen – ist die individuelle Prüfung durch die Familienkasse entscheidend.