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Die Schönheit des Universums in Chandra-Röntgenwellenlängen
Die Schönheit des Universums in Chandra-Röntgenwellenlängen
Das Universum ist für uns Menschen eine geheimnisvolle Welt. Und es ist zugleich unwiderstehlich schön. Bewundern wir die Schönheit des Universums im Röntgenbereich!
Das Chandra-Observatorium der NASA erforscht seit seinem Start 1999 das Universum im Röntgenbereich, ist aber nicht so bekannt wie andere Observatorien wie Hubble oder Spitzer. Das liegt unter anderem daran, dass das Universum im Röntgenbereich ganz anders – manchmal fast unkenntlich – aussieht. Dennoch kann es eine unschätzbare Quelle für Informationen über ferne Galaxien und ungewöhnliche Weltraumphänomene sein, insbesondere wenn Röntgendaten mit anderen Wellenlängendaten zu einem sichtbaren Bild kombiniert werden.
Aus diesem Grund hat die NASA diese beeindruckende Sammlung von Bildern veröffentlicht, die Röntgenbeobachtungen mit Beobachtungen anderer Wellenlängen kombinieren, um zu zeigen, wie Instrumente wie Chandra es uns ermöglichen, das Universum durch viele verschiedene Linsen zu sehen.
Die zusammengesetzten Bilder enthalten Röntgendaten von Chandra und anderen Teleskopen.
Das Objekt im oberen linken Bild ist die Galaxie M82. Chandra-Röntgendaten zeigen die Gasstrahlen in Blau und Rosa, während Hubble- Daten im sichtbaren Licht die Galaxie in Rot und Orange zeigen. Diese Strahlen leuchten in strahlenden Strömen bei Temperaturen über zehn Millionen Grad Celsius, erhitzt durch die Energie mehrerer Supernova-Explosionen.
Die mittlere Szene in der oberen Reihe zeigt einen Galaxienhaufen namens Abell 2744. Er ist eine riesige Ansammlung von Galaxien, die durch die Schwerkraft miteinander verbunden sind. Er enthält außerdem eine riesige Wolke aus heißem Gas, das Temperaturen von mehreren zehn Millionen Grad Celsius erreichen kann. Die Hitze dieses Gases lässt es im Röntgenspektrum, dem von Chandra beobachteten blauen Bereich, hell leuchten.
Oben rechts ist eine der hellsten Supernovae der 1980er Jahre zu sehen, die sogenannte SN 1987a. Chandra-Daten zeigen die Schockwelle der Explosion in Blau, während Hubble-Daten den Rest des Bildes in anderen Farben ausfüllen.
Unten rechts ist ein Bild zu sehen, das ein Materiesystem am Rande einer Supernova namens Eta Carinae zeigt, in dem zwei Sterne eng umeinander kreisen. Dieses Bild enthält nicht nur Chandra-Röntgendaten, sondern auch Ultraviolettdaten des Hubble-Teleskops (Cyan).
Das Bild in der Mitte der unteren Reihe zeigt die berühmte Wagenradgalaxie, die eine charakteristische Form annimmt, wenn eine kleine Galaxie heftig mit einer größeren kollidiert. Chandra-Daten zeigen das bei der Kollision freigesetzte heiße Gas in Lila, und Hubble-Daten zeigen in Rot, Grün und Blau, wie die Kollision die Sternentstehung auslöste.
Das Bild unten links zeigt den atemberaubenden Helixnebel. Er bietet einen Einblick, wie unsere Sonne in Milliarden von Jahren aussehen könnte, wenn ihr der Brennstoff ausgeht und sie eine riesige Wolke aus Gas und Staub bildet. Infrarotdaten des Spitzer-Teleskops sind hier in Grün und Rot dargestellt, optische Daten des Hubble in Orange und Blau, ultraviolettes Licht des Galaxy Evolution Explorer in Cyan und Chandra-Daten in Weiß, die das Bild eines Zwergsterns im Zentrum des Nebels hervorheben.