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Astronaut filmt Meteoritenexplosion in der Erdatmosphäre
Astronaut filmt Meteoritenexplosion in der Erdatmosphäre
Neben ihrer täglichen Aufgabe, täglich eine Reihe wissenschaftlicher Experimente unter Mikrogravitationsbedingungen durchzuführen, verbringen Astronauten auf der Internationalen Raumstation (ISS) manchmal auch Zeit damit, die Landschaft aus „Millionen-Dollar-Aussichtspunkten“ zu bewundern, was eine wirksame Form der Stressbewältigung darstellt.
NASA-Astronaut Matthew Dominick teilte kürzlich ein äußerst seltenes Bild, das ihm zufällig beim Rundgang auf der Internationalen Raumstation (ISS) gelang. Es zeigt eine gewaltige Kollision auf der Erde, allerdings keinen Krieg oder andere von Menschen verursachte Katastrophe, sondern den Moment, in dem ein Meteor beim Auftreffen auf die Atmosphäre des Planeten explodierte.
Dieses blassgrünlich-blaue Licht knapp über dem Nilbecken wird als extrem heller Meteor angesehen. Er entsteht, wenn ein Teil eines Gesteinsasteroiden oder Eiskometen in die Erdatmosphäre eintritt und verglüht, wobei ein heller Blitz entsteht. Dominick hielt das Ereignis rein zufällig fest, als die ISS am 2. September über Nordafrika flog.
Es ist eine geschäftige Zeit für Wechselwirkungen zwischen der Erde und Asteroiden. Am 4. September wurde auch der Asteroid 2024 RW1 als hellgrüner Feuerball beobachtet, der von der Erdoberfläche ausging und über den Philippinen heftig verglühte. Glücklicherweise wurde niemand verletzt, und es wurden auch keine Schäden an der Infrastruktur gemeldet.
Das Ereignis auf den Philippinen ist einer der wenigen Fälle, in denen ein Asteroid vor seinem Einschlag auf die Erde identifiziert wurde. Astronomen entdeckten das Objekt etwa acht Stunden vor seinem Eintritt in die Atmosphäre und konnten so Beobachtungen lange vor dem Einschlag planen. Dank immer ausgefeilterer Asteroidenbeobachtungstechnologie können Weltraumbeobachter den Einschlag von Objekten im Weltraum nun besser vorhersagen, bevor sie die Erde tatsächlich treffen.