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Zeitumstellung 2026: Wann wird die Uhr umgestellt und was gilt in Deutschland?
Zeitumstellung 2026: Wann wird die Uhr umgestellt und was gilt in Deutschland?
Stand: 23. September 2026. In Deutschland bleibt die halbjährliche Zeitumstellung 2026 bestehen. Die Umstellung auf die Sommerzeit fand bereits am Sonntag, 29. März 2026, statt. Die nächste Umstellung folgt am Sonntag, 25. Oktober 2026: Dann werden die Uhren nachts von 3:00 Uhr auf 2:00 Uhr zurückgestellt. Die Nacht ist dadurch eine Stunde länger.
Im Herbst 2026 wird in Deutschland wieder auf die Normalzeit zurückgestellt: In der Nacht zum 25. Oktober springt die Uhr von 3:00 Uhr auf 2:00 Uhr zurück.
Die Termine der Zeitumstellung 2026 auf einen Blick
Termin
Was passiert?
Uhrzeit in Deutschland
Folge
29. März 2026
Beginn der Sommerzeit
2:00 Uhr wird zu 3:00 Uhr
Die Nacht ist eine Stunde kürzer
25. Oktober 2026
Ende der Sommerzeit
3:00 Uhr wird zu 2:00 Uhr
Die Nacht ist eine Stunde länger
Diese Daten sind amtlich festgelegt. Die Europäische Kommission veröffentlichte für 2022 bis 2026 den Zeitplan nach der geltenden EU-Sommerzeitrichtlinie; für 2026 nennt er den 29. März und den 25. Oktober. Die Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB) führt dieselben Daten für die EU-Regelung auf. Wer einen Termin, eine Reise oder einen technischen Ablauf plant, kann sich daher an diesen beiden Sonntagen orientieren. Quellen: Zeitplan der Europäischen Kommission für 2022 bis 2026 und PTB-Übersicht zu Zeitzonen und Sommerzeit.
Welche Zeit gilt nach der Umstellung im Oktober?
Am 25. Oktober 2026 endet die mitteleuropäische Sommerzeit, kurz MESZ. Ab der Rückstellung gilt wieder die mitteleuropäische Zeit, kurz MEZ. In Deutschland bedeutet das: Während der Sommerzeit liegt die gesetzliche Zeit zwei Stunden vor der koordinierten Weltzeit UTC, in der Normalzeit eine Stunde. Die PTB beschreibt dies als MESZ = UTC + 2 Stunden und MEZ = UTC + 1 Stunde.
Praktische Aktion: Wenn Sie für den 25. Oktober einen Flug, Zug, Videoanruf oder Nachtdienst planen, prüfen Sie in der Buchung oder im Kalender, ob die angezeigte Zeit bereits automatisch an die Zeitzone „Europe/Berlin“ angepasst wird. Bei internationalen Terminen ist die Angabe einer Zeitzone sinnvoller als nur „2 Uhr“ oder „3 Uhr“.
Häufiges Missverständnis: Wird die Zeitumstellung 2026 nicht abgeschafft?
Nein, für 2026 ist die Zeitumstellung in Deutschland nicht abgeschafft. Richtig ist, dass es auf EU-Ebene seit Jahren einen Vorschlag gibt, die saisonalen Zeitwechsel zu beenden. Das Europäische Parlament nahm 2019 eine Position dazu an. Der Rat der Europäischen Union weist jedoch weiterhin darauf hin, dass die Mitgliedstaaten noch keine gemeinsame Position zum Vorschlag beschlossen haben. Ohne Einigung von Rat und Parlament tritt die geplante Abschaffung nicht in Kraft.
Praktische Aktion: Verlassen Sie sich nicht auf ältere Schlagzeilen wie „Zeitumstellung wird abgeschafft“. Prüfen Sie bei künftigen Jahren, ob tatsächlich eine neue Rechtslage beschlossen und veröffentlicht wurde.
Häufiges Missverständnis: „Winterzeit“ ist eine eigene Sonderzeit
Im Alltag wird oft von „Winterzeit“ gesprochen. Rechtlich und technisch ist damit in Deutschland im Wesentlichen die Normalzeit gemeint, also die mitteleuropäische Zeit (MEZ). Die Sommerzeit ist die Abweichung: Während dieses Zeitraums wird die Uhr gegenüber der Normalzeit um 60 Minuten vorgestellt. Die EU-Richtlinie definiert Sommerzeit ausdrücklich als den Zeitraum, in dem die Uhren gegenüber dem restlichen Jahr um 60 Minuten vorgestellt sind.
Praktische Aktion: Wenn Sie Geräte, Server oder Kalender konfigurieren, wählen Sie nach Möglichkeit nicht manuell „Winterzeit“ oder „Sommerzeit“, sondern die Region beziehungsweise Zeitzone „Europe/Berlin“. Dann können aktuelle Zeitzonenregeln angewendet werden.
Was passiert genau in der Nacht zum 25. Oktober 2026?
In Deutschland wird die Uhr am letzten Sonntag im Oktober zurückgestellt. 2026 ist das der 25. Oktober. Um 3:00 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit wird auf 2:00 Uhr mitteleuropäische Zeit zurückgestellt. Dadurch erscheint die Stunde zwischen 2:00 und 3:00 Uhr zweimal.
Das kann bei Nachtarbeit, Fahrplänen, Logdateien oder technischen Messungen relevant sein. Zwei Einträge mit der scheinbar gleichen lokalen Uhrzeit müssen nicht denselben Zeitpunkt meinen. Professionelle Systeme speichern Zeit deshalb oft zusätzlich mit UTC-Angabe oder Zeitzonen-Offset.
Praktische Aktion: Wenn Sie in dieser Nacht Arbeitszeiten, Messdaten oder Serverereignisse dokumentieren, achten Sie auf UTC oder den Offset. Für private Termine genügt meist ein Smartphone-Kalender mit automatischer Zeitzoneneinstellung.
Stellen sich Smartphone, Funkuhr und Computer automatisch um?
Das hängt vom Gerät und seiner Einstellung ab. Moderne Smartphones, Tablets und Computer stellen die Uhr normalerweise automatisch um, wenn die automatische Datum-und-Uhrzeit-Funktion sowie die richtige Zeitzone aktiviert sind und die Zeitzonendaten aktuell sind. Eine Funkuhr kann die gesetzliche Zeit über ein Zeitsignal übernehmen. Rein mechanische Uhren, viele Backöfen, Mikrowellen, ältere Wecker oder einfache Fahrzeuguhren müssen dagegen häufig manuell angepasst werden.
Eine pauschale Aussage wie „alle digitalen Geräte machen das automatisch“ wäre deshalb falsch. Auch bei vernetzten Geräten kann eine deaktivierte Automatik, eine falsche Regionseinstellung oder veraltete Software zu einer falschen Anzeige führen.
Praktische Aktion: Kontrollieren Sie am Morgen des 25. Oktober mindestens ein Gerät mit sicherer automatischer Zeitsynchronisation und vergleichen Sie damit Uhren, die nicht vernetzt sind. Besonders sinnvoll ist das bei Weckern, Heizungssteuerungen, Kameras und Geräten mit Zeitprogrammen.
Warum erfolgt die Umstellung nachts?
Die EU-Regel legt den Wechsel einheitlich auf 1:00 Uhr UTC am letzten Sonntag im März beziehungsweise Oktober. In Deutschland entspricht das beim Beginn der Sommerzeit 2:00 Uhr MEZ und beim Ende 3:00 Uhr MESZ. Die gemeinsame Regel soll grenzüberschreitende Abläufe in Verkehr, Kommunikation und Binnenmarkt koordinieren.
Praktische Aktion: Für normale Alltagsplanung müssen Sie UTC nicht selbst umrechnen. Relevant wird sie vor allem bei internationalen Reisen, technischen Systemen oder Terminen mit Personen in anderen Zeitzonen.
Was ist für die kommenden Jahre bereits bekannt?
Auch nach 2026 ist derzeit kein Ende der Zeitumstellung beschlossen. Die Europäische Kommission hat im März 2026 bereits die offiziellen Sommerzeit-Termine für 2027 bis 2031 veröffentlicht. Danach beginnt beziehungsweise endet die Sommerzeit jeweils weiter am letzten Sonntag im März und Oktober. Für 2027 sind das beispielsweise der 28. März und der 31. Oktober. Die Veröffentlichung ist im Amtsblatt der Europäischen Union mit dem Zeitplan 2027 bis 2031 abrufbar.
Was noch nicht feststeht, ist, ob die EU-Regelung irgendwann nach einem neuen politischen Beschluss geändert wird. Der derzeitige Rechtsstand erlaubt deshalb keine seriöse Aussage wie „2027 ist sicher die letzte Zeitumstellung“. Solche Aussagen wären spekulativ.
Praktische Aktion: Für längerfristige Planungen können Sie die veröffentlichten EU-Termine nutzen. Wenn eine mögliche Abschaffung für Ihren Betrieb oder Ihre Software wichtig ist, prüfen Sie vor jedem Jahr die aktuelle Veröffentlichung der EU oder der PTB.
Kurzer Merksatz für die Zeitumstellung 2026
Im Frühjahr wird vorgestellt, im Herbst zurückgestellt. Konkret für Deutschland: Am 29. März 2026 sprang die Uhr von 2:00 auf 3:00 Uhr. Am 25. Oktober 2026 springt sie von 3:00 auf 2:00 Uhr zurück.
So prüfen Sie nach der Umstellung, ob alles stimmt
Vergleichen Sie die Uhrzeit auf Smartphone oder Computer mit einer automatisch synchronisierten Zeitquelle.
Kontrollieren Sie Geräte ohne Internet- oder Funkzeitsynchronisation separat.
Prüfen Sie Wecker, Kalendertermine und zeitgesteuerte Geräte, wenn diese für den nächsten Morgen wichtig sind.
Achten Sie bei internationalen Terminen auf die konkrete Zeitzone und nicht nur auf die lokale Uhrzeit.
Für Deutschland ist die Lage damit eindeutig: Die Zeitumstellung gilt 2026 weiterhin. Der nächste relevante Termin ist Sonntag, der 25. Oktober 2026, mit der Rückstellung von 3:00 Uhr auf 2:00 Uhr.