Strafzettel erhalten: Was Sie prüfen und welche Schritte Sie unternehmen können
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Gianni Infantino ist der amtierende FIFA-Präsident (Stand: 3. November 2026). Der Schweizer Jurist mit italienischen Wurzeln leitet den Weltfußballverband seit dem 26. Februar 2016. Im März 2023 wurde er für die Amtsperiode 2023 bis 2027 wiedergewählt. Als Präsident vertritt er die FIFA nach außen, führt wichtige Sitzungen und setzt sich dafür ein, dass die vom Verband beschlossene Strategie umgesetzt wird. Er ist jedoch nicht allein für sämtliche Entscheidungen über Weltmeisterschaften, Spielregeln oder Disziplinarmaßnahmen zuständig.
Wer die aktuelle Führung der FIFA verstehen möchte, sollte deshalb drei Fragen getrennt betrachten: Wer ist Präsident, was darf dieses Amt entscheiden und welche Aufgaben liegen bei anderen FIFA-Gremien?
| Frage | Antwort |
|---|---|
| Amtierender Präsident | Gianni Infantino |
| Erstmals gewählt | 26. Februar 2016, außerordentlicher FIFA-Kongress in Zürich |
| Aktuelle Amtsperiode | 2023 bis 2027 |
| Letzte Wiederwahl | 16. März 2023, FIFA-Kongress in Kigali, Ruanda |
| Nächste angekündigte Wahl | 18. März 2027, 77. FIFA-Kongress in Rabat, Marokko |
| Mitgliedsverbände der FIFA | 211 |
Infantino wurde am 23. März 1970 geboren und arbeitete vor seiner Wahl lange im europäischen Fußballmanagement. Er trat 2000 in die UEFA ein und war von 2009 bis 2016 deren Generalsekretär. Seine Berufslaufbahn umfasst damit sowohl juristische Fragen als auch die Verwaltung großer Fußballorganisationen. Die Angaben zur beruflichen Laufbahn lassen sich bei der UEFA und dem Internationalen Olympischen Komitee nachvollziehen.
Die FIFA bestätigte die Wiederwahl vom 16. März 2023 für vier Jahre. Infantino trat damals ohne Gegenkandidaten an und wurde durch Akklamation bestätigt. Beim FIFA-Kongress am 30. April 2026 kündigte er an, 2027 erneut kandidieren zu wollen. Eine Kandidatur ist keine Wiederwahl: Über die Besetzung des Amtes ab 2027 ist damit zum Stand dieses Artikels noch nicht entschieden. Die offiziellen Meldungen stehen auf den FIFA-Seiten zur Wiederwahl 2023 und zur Ankündigung 2026.
Der Präsident ist die zentrale Repräsentationsfigur der FIFA. Er vertritt ihre Positionen bei Kongressen, Gesprächen mit den sechs Kontinentalverbänden, nationalen Mitgliedsverbänden und internationalen Organisationen. Dazu gehört auch der Austausch mit politischen und gesellschaftlichen Institutionen. Das bedeutet nicht, dass jedes öffentliche Statement des Präsidenten automatisch eine neue, verbindliche FIFA-Regel darstellt.
Der Präsident führt den Vorsitz im FIFA-Kongress und in den Sitzungen des FIFA-Rats (FIFA Council). Der Kongress ist das oberste und gesetzgebende Organ des Verbandes. Der FIFA-Rat übernimmt zwischen den Kongressen die zentrale strategische und aufsichtsbezogene Entscheidungsfunktion. Der Vorsitzende strukturiert und moderiert die Arbeit dieser Gremien; er ersetzt deren Zuständigkeiten und Abstimmungen nicht.
Zum Präsidentenamt gehört, die Mission, strategische Ausrichtung und Leitlinien der FIFA zu vertreten und ihre Umsetzung zu unterstützen. Praktisch betrifft das unter anderem internationale Wettbewerbe, Entwicklungsprogramme für Mitgliedsverbände, Frauen- und Jugendfußball sowie Themen wie Integrität, Gleichbehandlung und die globale Zusammenarbeit im Sport. Konkrete Maßnahmen müssen jedoch über die jeweils zuständigen Organe und Verfahren laufen. Die grundsätzliche Aufgabenteilung erläutert die FIFA auf ihrer Organisationsseite zu den Gremien.
Die FIFA vereint 211 nationale Mitgliedsverbände, die in sechs Kontinentalverbänden organisiert sind. Der Präsident soll den Dialog innerhalb dieser Struktur fördern und den Verband gegenüber externen Partnern handlungsfähig vertreten. Im Alltag kann das etwa Gespräche über die Entwicklung des Fußballs, die Durchführung internationaler Turniere oder gemeinsame Initiativen betreffen. Welche Beschlüsse daraus entstehen, hängt von den zuständigen Gremien ab.
Die folgende Übersicht hilft, Meldungen über FIFA-Entscheidungen richtig einzuordnen:
| Organ oder Amt | Kernfunktion |
|---|---|
| FIFA-Präsident | Repräsentiert den Verband, führt den Vorsitz bei Kongress und Rat, fördert strategische Ziele und Beziehungen. |
| FIFA-Kongress | Oberstes gesetzgebendes Organ; wählt unter anderem den Präsidenten und entscheidet in seinen satzungsmäßigen Zuständigkeiten. |
| FIFA-Rat | Strategisches Entscheidungs- und Aufsichtsgremium zwischen den Kongressen. |
| Generalsekretariat | Verantwortlich für operative, administrative und ausführende Aufgaben im Rahmen der zuständigen Beschlüsse. |
| Unabhängige Justizorgane | Bearbeiten Disziplinar-, Ethik- und Berufungsangelegenheiten nach ihren jeweiligen Regeln und Zuständigkeiten. |
Die FIFA beschreibt diese Trennung ausdrücklich. Insbesondere sollte man Präsident und Generalsekretär nicht verwechseln: Das Generalsekretariat wird von Mattias Grafström geleitet, der am 15. Mai 2024 offiziell zum FIFA-Generalsekretär ernannt wurde. Er ist für die laufende Verwaltung und Umsetzung zuständig, während der Präsident vor allem Repräsentations- und Leitungsaufgaben innerhalb der verfassten Gremien wahrnimmt. Die Informationen dazu finden sich bei der FIFA zum Generalsekretär.
Die Wahl erfolgt durch die Mitgliedsverbände im Rahmen des FIFA-Kongresses. Eine reguläre Amtsperiode dauert vier Jahre. Der FIFA-Rat besteht aus 37 Mitgliedern, darunter dem vom Kongress gewählten Präsidenten. Nach den von der FIFA veröffentlichten Organisationsangaben sind für den Präsidenten und die Ratsmitglieder höchstens drei Amtszeiten vorgesehen, unabhängig davon, ob sie aufeinanderfolgen. Bei historischen Amtszeiten ist wichtig: Die FIFA unterscheidet bei Infantino zwischen der ersten Wahl 2016 und den anschließenden vollständigen vierjährigen Mandaten.
Die nächste angekündigte Präsidentenwahl soll beim 77. FIFA-Kongress am 18. März 2027 in Rabat stattfinden. Diesen Termin nannte die FIFA am 30. April 2026. Für eine gewöhnliche Tagesdatumsangabe ist keine Umrechnung in eine andere Zeitzone nötig; eine konkrete Sitzungs- oder Abstimmungsuhrzeit ist hier nicht als bestätigt angegeben. Wer die Wahl live verfolgen möchte, sollte vorab die offiziellen Zeitangaben der FIFA prüfen.
Die Struktur, die Zusammensetzung und die Amtszeitbegrenzung des Rats sind auf der offiziellen Seite zum FIFA-Rat dokumentiert. Den Termin des Wahlkongresses bestätigt die FIFA-Mitteilung vom 30. April 2026.
Für Spielregeländerungen verweist die offizielle IFAB-Organisationsseite auf die Abstimmungsverfahren dieses eigenständigen Gremiums. Details zu FIFA-Zuständigkeiten und Satzungen können auf der FIFA-Seite mit Regelwerken und offiziellen Dokumenten geprüft werden. Dabei zählt stets die für den betreffenden Vorgang gültige Fassung.
Wer auf eine Schlagzeile zu einem angeblichen Amtswechsel, einer Wiederwahl oder einer neuen Entscheidung stößt, kann sie mit dieser kurzen Checkliste überprüfen:
Als Einstieg eignet sich die offizielle FIFA-Organisationsübersicht. Für Wahltermine und Ergebnisse ist die Kongressübersicht geeigneter; für Regeltexte die Dokumentenbibliothek. Diese Quellen erfüllen unterschiedliche Zwecke und sollten nicht vermischt werden.
Seit dem 26. Februar 2016. Damals wurde er auf einem außerordentlichen FIFA-Kongress in Zürich gewählt; Wiederwahlen folgten 2019 und 2023.
Sein aktuelles Mandat läuft bis 2027. Er hat angekündigt, bei der nächsten Wahl erneut anzutreten. Ob er auch die anschließende Amtsperiode übernimmt, steht am 3. November 2026 noch nicht fest.
Nein. Die FIFA ist an der Weiterentwicklung der Spielregeln beteiligt, doch die verbindlichen Änderungen beschließt das IFAB in seinem geregelten Verfahren.
Der Präsident repräsentiert die FIFA und leitet ihre wichtigsten Sitzungen; das Generalsekretariat unter Führung des Generalsekretärs kümmert sich um die operative und administrative Umsetzung. Das Amt des Präsidenten ist daher einflussreich, aber kein Alleinentscheidungsrecht über den gesamten Weltfußball.
Fazit: Gianni Infantino steht im November 2026 an der Spitze der FIFA. Seine Rolle ist politisch und strategisch bedeutend, doch entscheidend für die tatsächlichen Befugnisse bleibt die Trennung zwischen Präsident, Kongress, Rat, Generalsekretariat und unabhängigen Organen.
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