Erdbeben in Japan: Was Reisende jetzt tun sollten – 8. November 2026
Erdbeben in Japan am 8. November 2026: Was Reisende bei Nachbeben, Tsunami-Gefahr und Bahnproblemen tun sollten – mit Notrufnummern und Tipps.
Zuletzt überprüft: 8. November 2026, 10:19 Uhr MEZ (UTC+01:00).
Opioide sind Wirkstoffe, die Schmerzen lindern, indem sie an bestimmte Rezeptoren im Nervensystem binden. Medikamente wie Morphin, Tramadol und Fentanyl können bei starken Schmerzen wichtig sein, etwa nach einer größeren Operation oder bei einer Krebserkrankung. Gleichzeitig können sie müde machen, Verstopfung auslösen und bei einer Überdosierung die Atmung lebensgefährlich verlangsamen.
Auch bei ärztlich verordneter Anwendung kann sich eine Abhängigkeit entwickeln. Entscheidend sind deshalb ein klarer Behandlungsgrund, die passende Dosierung und regelmäßige ärztliche Kontrollen. Bei Verdacht auf eine Überdosierung zählt schnelles Handeln: In Deutschland sofort die 112 anrufen.
Destaques
Opioide sind eine Gruppe von Stoffen, die an sogenannten Opioidrezeptoren wirken. Diese befinden sich unter anderem im Gehirn und Rückenmark. Werden sie aktiviert, werden Schmerzsignale abgeschwächt. Gleichzeitig können Opioide beruhigend wirken oder ein Hochgefühl auslösen. Die Wirkung hängt unter anderem vom jeweiligen Wirkstoff, der Dosis und der persönlichen Gesundheit ab.
Zur Gruppe gehören Stoffe aus dem Schlafmohn sowie halbsynthetisch und vollständig synthetisch hergestellte Substanzen. Beispiele sind Morphin, Codein, Oxycodon, Tramadol und Fentanyl. Auch Heroin zählt zu den Opioiden. Die Weltgesundheitsorganisation WHO erläutert, dass Opioide sowohl medizinisch genutzt als auch außerhalb einer Behandlung konsumiert werden.
Der Begriff Opiate bezeichnet im engeren Sinn natürlich im Opium vorkommende Stoffe wie Morphin. Opioide ist der weitere Oberbegriff und schließt synthetische und halbsynthetische Wirkstoffe ein. Die Stärke eines Präparats sagt für sich allein nicht aus, welche Dosis für eine bestimmte Person geeignet ist.
Ärztinnen und Ärzte setzen Opioide beispielsweise bei starken akuten Schmerzen nach größeren Operationen und bei Schmerzen infolge einer Krebserkrankung ein. Je nach Situation stehen unter anderem Tabletten, Lösungen, Injektionen oder wirkstoffhaltige Pflaster zur Verfügung. Ein Pflaster gibt den Wirkstoff über die Haut in den Körper ab und kann ebenfalls schwere Nebenwirkungen verursachen.
Bei länger bestehenden Schmerzen ohne Krebserkrankung fällt die Entscheidung differenzierter aus. Ein Opioid hilft nicht bei jeder Schmerzart ausreichend. Bei chronischen unspezifischen Rückenschmerzen ist der Nutzen laut Gesundheitsinformation.de des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen im Durchschnitt begrenzt. Dort kommen Opioide nur zurückhaltend infrage, etwa wenn andere Behandlungen nicht ausreichend helfen oder nicht geeignet sind. Bewegung und andere auf die Ursache abgestimmte Maßnahmen können Teil der Behandlung sein.
Vor Beginn einer Therapie ist es sinnvoll zu besprechen, welches Ziel erreicht werden soll, wie lange das Medikament voraussichtlich benötigt wird und wann Nutzen und Nebenwirkungen erneut geprüft werden. Ein realistisches Ziel kann neben weniger Schmerzen auch sein, den Alltag wieder besser bewältigen zu können.
Zu den häufigen Nebenwirkungen gehören Übelkeit, Erbrechen, Verstopfung, Schwindel und Schläfrigkeit. Auch Juckreiz oder Probleme beim Wasserlassen können auftreten. Beschwerden sollten frühzeitig angesprochen werden: Gegen Verstopfung oder Übelkeit kann das Behandlungsteam geeignete Maßnahmen empfehlen.
Eine besonders ernste Gefahr ist die Atemdepression: Die Atmung wird zu langsam oder zu flach. Das Risiko steigt unter anderem bei einer zu hohen Dosis und wenn weitere dämpfende Mittel hinzukommen. Dazu gehören Alkohol sowie manche Schlaf- und Beruhigungsmittel, insbesondere Benzodiazepine. Wer weitere Medikamente einnimmt, sollte diese vorab in der Arztpraxis oder Apotheke nennen.
Opioide können die Reaktionsfähigkeit beeinträchtigen. Ob Autofahren oder das Bedienen von Maschinen sicher ist, sollte individuell ärztlich geklärt werden, insbesondere zu Beginn der Behandlung und nach einer Dosisänderung. Bei ausgeprägter Müdigkeit, Verwirrtheit oder Atemproblemen ist umgehend medizinische Hilfe nötig.
Bei regelmäßiger Anwendung kann sich der Körper an ein Opioid gewöhnen. Das bedeutet, dass die Wirkung bei gleicher Dosis nachlassen kann. Körperliche Abhängigkeit zeigt sich unter anderem darin, dass nach einem abrupten Absetzen Entzugssymptome auftreten können, etwa Unruhe, Schlafstörungen, Schwitzen oder Muskelschmerzen.
Eine körperliche Abhängigkeit ist nicht dasselbe wie eine Suchterkrankung. Bei einer Suchterkrankung können beispielsweise ein starkes Verlangen, Kontrollverlust und die Fortsetzung des Konsums trotz schädlicher Folgen hinzukommen. Das Bundesgesundheitsministerium weist darauf hin, dass starke opioidhaltige Schmerzmittel auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch abhängig machen können.
Wer ein Opioid regelmäßig einnimmt und es beenden möchte, sollte die Dosis deshalb nicht eigenständig verändern oder das Mittel abrupt absetzen. Ein ärztlich abgestimmter Plan kann helfen, die Dosis schrittweise zu reduzieren und Entzugssymptome zu behandeln. Bei Anzeichen einer Suchterkrankung sind Hausarztpraxis und Suchtberatungsstellen mögliche Anlaufstellen; eine Behandlung ist möglich.
Eine Überdosierung kann sich durch starke Benommenheit oder Bewusstlosigkeit, sehr langsame oder aussetzende Atmung und häufig auch stecknadelkleine Pupillen zeigen. Nicht alle Zeichen müssen gleichzeitig vorliegen. Im Zweifel sofort die 112 anrufen und den Verdacht auf eine Überdosierung nennen.
Die Atmung prüfen und den Anweisungen der Leitstelle folgen. Atmet die bewusstlose Person normal, ist die stabile Seitenlage angezeigt; die Atmung bis zum Eintreffen der Hilfe weiter kontrollieren. Atmet sie nicht normal, sofort mit der Herzdruckmassage beginnen und den Anweisungen der Leitstelle zur Wiederbelebung folgen.
Ist ein Naloxon-Notfallpräparat vorhanden, kann es entsprechend der Anleitung verabreicht werden. Naloxon kann die Wirkung von Opioiden und damit auch die Atemdepression aufheben. Seine Wirkung kann jedoch kürzer anhalten als die des Opioids. Deshalb bleibt der Rettungsdienst auch dann notwendig, wenn die Person zunächst wieder zu sich kommt. Die WHO informiert über Warnzeichen und Naloxon.
Opioide sollten genau wie verordnet angewendet und nicht an andere Personen weitergegeben werden. Zusätzliche Dosen, Alkohol oder andere beruhigende Mittel können gefährlich sein. Bei unzureichender Wirkung ist eine Rücksprache sicherer als eine eigenständige Dosiserhöhung. Medikamente und Pflaster sollten für Kinder und andere gefährdete Personen unzugänglich aufbewahrt werden.
Wie es nach einer Behandlung weitergeht, hängt von der Ursache der Schmerzen und der individuellen Situation ab. Regelmäßige Kontrollen helfen zu entscheiden, ob der Nutzen weiterhin überwiegt, ob Nebenwirkungen behandelt werden müssen oder ob eine schrittweise Reduktion sinnvoll ist.
Ja. Morphin ist ein natürlich vorkommendes Opiat und gehört damit zur größeren Gruppe der Opioide.
Opioide besitzen ein Abhängigkeitspotenzial. Eine ärztliche Anwendung führt aber nicht zwangsläufig zu einer Suchterkrankung. Das persönliche Risiko und die Behandlungsdauer sollten regelmäßig besprochen werden.
Nach regelmäßiger Anwendung kann abruptes Absetzen Entzugssymptome verursachen. Besprechen Sie das Absetzen mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, um einen geeigneten Plan zu finden.
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