Eine neue Studie hat ergeben, dass Videospiele sich positiv auf die psychische Gesundheit auswirken können. Die Studie wurde von einem Team aus Gesundheits-, Verhaltens- und Wirtschaftsexperten in Japan durchgeführt und in der Fachzeitschrift Nature Human Behaviour veröffentlicht.
Ziel der Studie war es, die Auswirkungen des Videospielens auf die psychische Gesundheit zu untersuchen.

Im Jahr 2018 wurde die Gaming-Störung von der Weltgesundheitsorganisation offiziell als psychische Erkrankung eingestuft. In Japan ist sie ein wichtiges Thema, da sich viele Menschen, oft junge Männer, monate- oder jahrelang in ihren Schlafzimmern isolieren.
Die Studie wurde mit 97.602 Personen im Alter von 10 bis 69 Jahren in Japan während des Höhepunkts der Covid-Pandemie von 2020 bis 2022 durchgeführt. Damals herrschte aufgrund von Lieferkettenunterbrechungen ein weltweiter Mangel an Spielkonsolen, und lokale Einzelhändler mussten ein Lotteriesystem anwenden, um diejenigen zu gewinnen, die PlayStation 5- und Nintendo Switch-Konsolen kaufen wollten.
In der gesamten Studiengruppe gewannen 2.323 der 8.192 Teilnehmer an der Lotterie eine der Spielkonsolen. Die Forscher führten fünf Umfragen zu den Themen Konsolenbesitz, Spielvorlieben, psychische Gesundheit, Lebenszufriedenheit und soziodemografische Merkmale durch.
Die Ergebnisse zeigten, dass der Besitz einer Konsole und das Spielen von Spielen sich positiv auf die psychische Gesundheit auswirkten. Spielten sie jedoch mehr als drei Stunden am Tag, verringerten sich die psychologischen Vorteile.
Die Forscher räumen ein, dass die Ergebnisse möglicherweise dadurch beeinflusst wurden, dass sie während einer Pandemie und eines Lockdowns durchgeführt wurden. Studien über die positiven Auswirkungen von Videospielen auf die psychische Gesundheit der Spieler gibt es jedoch schon seit Jahren.