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Citroën 2CV Elektroauto: Was wir über das neue Elektroauto wissen
Citroën 2CV Elektroauto: Was wir über das neue Elektroauto wissen
Ein kompaktes elektrisches Konzeptfahrzeug mit abgerundeten Proportionen und einfachen Stahlrädern, das den zugänglichen Charakter widerspiegelt, den Citroën für seinen zukünftigen 2CV anstrebt.
Die Gerüchte um den Citroën 2CV haben nun endlich konkrete Formen angenommen. Am 11. Oktober 2026 präsentierte Citroën auf dem Pariser Autosalon die Studie 2CV und gab bekannt, dass diese einen Ausblick auf ein Serienmodell gibt, das voraussichtlich 2028 die Modellpalette der Marke ergänzen wird. Es handelt sich also nicht mehr nur um eine Designstudie im Retro-Stil: Citroën positioniert den 2CV als kompaktes, erschwingliches und in Europa produziertes Elektroauto.
Der entscheidende Hinweis liegt im Namen. Das gezeigte Fahrzeug ist ein Konzeptfahrzeug, und Citroën hat noch keine endgültigen Serienspezifikationen veröffentlicht. Das bedeutet, dass es noch keine offiziellen Angaben zu Batteriekapazität, Reichweite, Motorleistung, Ladezeit, Ausstattungsvarianten oder Verfügbarkeit in den einzelnen Ländern gibt. Für potenzielle Käufer klingt die Geschichte des 2CV vielversprechend – aber sie steht noch ganz am Anfang.
Die Schlagzeile: Ein erschwinglicher elektrischer 2CV ist geplant
Citroën bestätigte im Mai 2026 erstmals die Einführung eines neuen Modells, das vom Geist des ursprünglichen 2CV inspiriert sein soll. Die Präsentation im Oktober verleiht diesem Plan nun konkrete Formen. Das Unternehmen beschreibt das 2CV Concept als elektrisch, minimalistisch, kompakt und mit Fokus auf Zugänglichkeit entwickelt – im Gegensatz zu einer detailgetreuen Nachbildung des alten Modells. Die Serienversion soll bis 2028 in die Citroën-Modellpalette aufgenommen werden.
Dieser Unterschied ist wichtig. Es handelt sich hier nicht um die Ankündigung, dass ein 2CV von 1948 mit einer Batterie ausgestattet und wieder auf den Markt gebracht wurde. Citroën erklärt, das Projekt diene dazu, die Qualitäten neu zu interpretieren, die das Original so nützlich machten: Einfachheit, Erschwinglichkeit, geringes Gewicht, Praktikabilität, Vielseitigkeit und eine unverwechselbare Persönlichkeit. Die offizielle Ankündigung der Marke für Mai 2026 positionierte das zukünftige Modell als erschwingliches kleines Elektrofahrzeug und nicht als nostalgisches Produkt.
Was Citroën bestätigt hat
Element
Was ist bisher offiziell?
Status
2 CV Concept; es ist ein Ausblick auf ein zukünftiges Serienfahrzeug.
Timing
Citroën gibt an, dass das Serienmodell bis 2028 in die Modellpalette aufgenommen werden soll.
Antriebsstrangrichtung
Batterieelektrisch
Positionierung
Ein kleines, erschwingliches Elektrofahrzeug, das sich in der Citroën-Produktpalette zwischen dem Ami und dem C3 positioniert.
Länge
3,76 Meter (etwa 12,3 Fuß) für das Konzept.
Kursziel
Etwa 15.000 € als angestrebter Startpreis, nicht als endgültiger Marktpreis.
Fertigung
Citroën gibt an, dass das zukünftige Modell in Europa hergestellt wird.
Massenziel
Das Konzept zielt auf eine Tonne ab.
Diese Informationen stammen aus Citroëns detaillierter Präsentation des 2 CV Concept vom 11. Oktober 2026. Die Angabe von ca. 15.000 € sollte mit Vorsicht interpretiert werden: Es handelt sich um ein Preisziel für das zukünftige europäische Fahrzeug, nicht um einen bestätigten Preis in Dollar oder Pfund, und sie legt keine Preise in einem bestimmten Land fest.
Warum das Ein-Tonnen-Ziel so wichtig ist
Citroëns aufschlussreichste technische Aussage ist das Bestreben, die Masse bei etwa einer Tonne zu halten. Bei einem Elektrofahrzeug ermöglicht eine leichtere Karosserie eine kleinere und kostengünstigere Batterie für die angestrebte Alltagsnutzung. Citroën verknüpft das Gewichtsziel explizit mit einer effizienteren Batterie, niedrigeren Betriebskosten und einer Reichweite, die auf den täglichen Gebrauch ausgelegt ist.
Das sagt uns nichts über die tatsächliche Reichweite des Fahrzeugs. Es erklärt jedoch die Philosophie des Programms. Das 2 CV Concept soll dem Trend zu größeren, schwereren und komplexeren Elektrofahrzeugen entgegenwirken. Citroën nennt zudem flache Karosserieteile, Lufteinlässe unter der Windschutzscheibe und separat austauschbare Stoßfänger als Beispiele für Designentscheidungen, die die Fertigung und Reparatur erleichtern könnten.
Für einen Käufer könnte das bedeutsamer sein als ein bloßes Markenzeichen. Ein wirklich leichtes, kompaktes Elektrofahrzeug lässt sich möglicherweise einfacher parken, ist unter Umständen günstiger in Versicherung und Reparatur und im Stadtverkehr weniger ressourcenintensiv. Ob diese Vorteile auch nach der Konzeptphase in der Serienproduktion erhalten bleiben, hängt von der endgültigen Batterie, der Sicherheitsausstattung und den regionalen Spezifikationen ab.
Design: Vertraute Elemente, keine Neuauflage eines Vintage-Klassikers
Das Konzept orientiert sich deutlich am historischen 2CV, ohne ihn jedoch zu kopieren. Citroën setzt auf ein abgerundetes Dach, steile Seitenwände, getrennte runde Scheinwerfer, freiliegende Scheibenwischer und eine geschwungene Silhouette. Mit 3,76 Metern Länge ist er bewusst kompakt; laut Citroën sogar kürzer als der ursprüngliche 2CV.
Der Innenraum wirkt experimenteller. Citroën beschreibt breite Sitze mit dem „Advanced Comfort“-Konzept, ein Stoff-Schiebedach, Türgriffe im Riemen-Stil, einen herausnehmbaren Ablagekorb anstelle einer herkömmlichen Mittelkonsole und einen 8-Zoll-Touchscreen. Außerdem verfügt er über ein abnehmbares „Radioën“-Audiosystem, das auch als tragbarer Lautsprecher genutzt werden kann. Diese Details verdeutlichen die Zielsetzung des Konzeptfahrzeugs, doch Käufer sollten nicht davon ausgehen, dass jedes Fahrzeug unverändert in den Handel kommt.
Was nicht angekündigt wurde
Das fehlende Datenblatt ist umfangreich. Citroën hat weder die nutzbare Batteriekapazität, noch die offizielle WLTP- oder EPA-Reichweite, Motorleistung, Drehmoment, Beschleunigung, Höchstgeschwindigkeit, Ladeanschluss, AC-Ladestrom, DC-Schnellladefähigkeit, Sitzplatzanzahl, Kofferraumvolumen, Garantie oder Sicherheitsbewertung bestätigt. Auch Ausstattungsvarianten, Reservierungszeiträume oder die genauen Markteinführungsmärkte wurden noch nicht genannt.
Citroën gibt an, dass das zukünftige Fahrzeug so konzipiert sei, dass es den künftigen Vorschriften für Elektroautos entspricht, hat aber weder die Details der Homologation veröffentlicht noch erläutert, wie sich diese Vorschriften auf die Endausstattung auswirken werden. Auch die Formulierung „bis 2028“ gibt eher ein Ziel als ein genaues Auftragsbuch oder Lieferdatum an.
Für Leser in den USA gibt es eine weitere Einschränkung: Citroëns Ankündigung enthält keine Zusage für einen US-Marktstart. Das Kursziel des Unternehmens ist in Euro angegeben, und die Produktionsangaben beziehen sich auf Europa. Solange Citroën keine konkreten Märkte benennt, ist es ratsam, einen US-Marktstart eher als unbestätigt denn als sicher anzusehen.
Wie passt es zu Citroëns aktueller Elektrofahrzeugstrategie?
Citroën positioniert das 2CV-Projekt zwischen dem winzigen Ami und dem größeren C3. Das dürfte die Erwartungen präzisieren. Es soll mehr Freiheit und eine breitere Alltagstauglichkeit als ein Mikromobilitätsfahrzeug bieten und dabei kleiner, komplexer und teurer sein als herkömmliche Kleinwagen. Das Ziel des Unternehmens ist ein Fahrzeug, das sowohl in der Stadt als auch auf dem Land funktioniert, ohne den sympathischen, praktischen Charakter zu verlieren, der das Original so unvergesslich gemacht hat.
Das ist ein vielversprechender Weg für ein Elektroauto, doch der endgültige Beweis wird sich in den Kompromissen des Serienmodells zeigen: ausreichende Reichweite im Alltag, komfortables Laden, nutzbarer Platz und ein Preis, der nach Steuern und lokalen Förderungen erschwinglich bleibt. Die Studie „October“ beantwortet die Frage, ob Citroën die Idee des 2CV wiederbeleben will. Und ja, das will das Unternehmen. In den nächsten zwei Jahren müssen die Fragen der Käufer beantwortet werden: Wo genau wird das Fahrzeug verkauft, was wird es kosten und wie weit kommt es mit einer Ladung?
Fazit
Der Citroën 2CV ist nun ein bestätigtes Projekt, das durch die Studie 2CV Concept repräsentiert wird und dessen Serienproduktion bis 2028 geplant ist. Zu den wichtigsten bestätigten Merkmalen zählen eine Länge von 3,76 Metern, die Produktion in Europa, ein angestrebter Einstiegspreis von rund 15.000 Euro sowie der Fokus auf geringes Gewicht und hohe Alltagstauglichkeit. Die wichtigsten Daten – Batteriegröße, Reichweite, Ladeleistung und endgültiger Preis – sind noch nicht bekannt. Bis Citroën diese veröffentlicht, ist der 2CV am besten als eines der interessantesten Projekte im Bereich erschwinglicher Elektrofahrzeuge zu betrachten, das man im Auge behalten sollte, und nicht als ein vollständig ausgestattetes Auto, mit dem sich Käufer heute schon vergleichen können.