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BMW 3er G50: Technik, Ausstattung und Marktstart – das ist bekannt
BMW 3er G50: Technik, Ausstattung und Marktstart – das ist bekannt
Wer heute nach dem BMW 3er G50 sucht, stößt auf widersprüchliche Angaben
Manche Seiten nennen nur den elektrischen BMW i3, andere sprechen vom neuen 3er mit Benzinmotoren – und bei Preisen oder Lieferterminen kursieren oft Zahlen ohne klare Einordnung. Der Grund: BMW hat die neue Generation am 30. September 2026 offiziell vorgestellt, sie kommt aber mit mehreren Antriebsarten und zeitlich gestaffelten Markteinführungen. Hier ist der belastbare Stand aus den aktuellen BMW-Unterlagen. Wichtig ist die Unterscheidung: Der elektrische 3er wird als BMW i3 verkauft; die interne Baureihenkennung der neuen 3er-Generation lautet G50. Was BMW schon bestätigt hat, lässt sich von dem trennen, was noch nicht veröffentlicht wurde.
Ein blaues Mittelklasseauto vor Münchner Altstadtfassaden. Das Symbolmotiv zeigt keine bestätigte Serienkonfiguration des BMW 3er G50.
Was ist der BMW 3er G50?
Der G50 ist die neue, achte Generation der BMW 3er Limousine. Sie führt die Reihe in die Designsprache und Technologie der Neuen Klasse. BMW verfolgt einen antriebsübergreifenden Ansatz: Neben vollelektrischen Modellen unter dem Namen BMW i3 sollen auch 3er mit Verbrennungsmotor angeboten werden. Ein Plug-in-Hybrid ist für 2027 angekündigt. Der Name i3 bezeichnet hier die elektrische Limousinenversion und nicht ein separates kleines Stadtauto. BMW betont, dass sich Elektro- und Verbrennervarianten außen weitgehend gleichen und sich vor allem in antriebsspezifischen Details unterscheiden.
Der wichtigste Faktenstand steht in der BMW-Pressemitteilung zur neuen 3er Reihe. Produktionsseitig verteilt BMW die Fahrzeuge auf mehrere Standorte: Der elektrische i3 soll in München gefertigt werden, die Verbrennermodelle in Dingolfing. BMW nennt für die Produktion der Generation außerdem eine Batterieversorgung aus dem neuen Werk Irlbach-Straßkirchen.
Welche Antriebe und Leistungsdaten sind bestätigt?
Elektrisch: BMW i3 40 xDrive und i3 50 xDrive
Zum Start sind zwei vollelektrische Allradvarianten vorgesehen. Beide setzen je eine Elektromaschine an Vorder- und Hinterachse sowie BMW eDrive der sechsten Generation ein. Der i3 40 xDrive leistet 275 kW (374 PS), hat einen Hochvoltspeicher mit 82,8 kWh und erreicht laut BMW bis zu 710 Kilometer Reichweite nach WLTP. Der i3 50 xDrive kommt auf 345 kW (469 PS), 645 Nm und 108,7 kWh. Für ihn nennt BMW bis zu 912 Kilometer WLTP-Reichweite und 4,7 Sekunden für den Sprint von 0 auf 100 km/h.
Die elektrische Architektur umfasst 800-Volt-Technik, Rundzellen und bidirektionale Ladefunktionen. Beim i3 50 xDrive gibt BMW eine maximale DC-Ladeleistung von bis zu 400 kW an; unter passenden Bedingungen sollen in zehn Minuten bis zu 423 Kilometer WLTP-Reichweite nachgeladen werden können. Das ist ein Herstellerwert für ein definiertes Messverfahren, keine Garantie für jede Ladesäule oder Alltagssituation. Temperatur, Batteriezustand, Ladezustand, Strecke und Ausstattung beeinflussen reale Reichweite und Ladezeit.
Benziner: Vierzylinder und M350 xDrive
Für die Verbrenner nennt BMW zum Marktstart zwei Modelle mit Reihenvierzylinder-Benzinmotoren, beide mit der neuesten TwinPower-Turbo-Technologie. Die vollständigen Leistungs- und Ausstattungsdaten dieser Varianten sind in der Vorstellung noch nicht einzeln ausgeführt. Als leistungsstärkstes Verbrennermodell ist der M350 xDrive bestätigt: ein 3,0-Liter-Reihensechszylinder mit 48-Volt-Mild-Hybrid-System, 326 kW (443 PS), 4,1 Sekunden von 0 auf 100 km/h und elektronisch begrenzten 250 km/h.
BMW nennt für den M350 xDrive außerdem das adaptive M Fahrwerk serienmäßig und eine Funktion namens „Drift Moment“. Über das Zentraldisplay lässt sich dabei die Antriebskraft vollständig an die Hinterräder verlagern. Das ist eine besondere Fahrfunktion des Topmodells, keine allgemeine Eigenschaft aller G50-Varianten.
Ein Plug-in-Hybrid soll die 3er-Familie im Laufe des Jahres 2027 ergänzen. BMW hat dafür am Vorstellungstag noch keine technischen Daten, Reichweite oder Preise veröffentlicht. In den bislang veröffentlichten Angaben zum G50-Start werden Benziner und Elektrovarianten genannt, aber kein konkreter Diesel. Wer auf eine bestimmte Motorisierung wartet, sollte deshalb vor einer Bestellung die finale deutsche Modellliste prüfen.
Was ändert sich bei Cockpit und Ausstattung?
Das zentrale Bedienkonzept ist BMW Panoramic iDrive auf Basis des BMW Operating System X. Es verbindet vier Elemente: BMW Panoramic Vision, ein optionales 3D-Head-up-Display, ein 17,9-Zoll-Zentraldisplay und das Multifunktionslenkrad. Panoramic Vision projiziert fahrrelevante Informationen in den unteren Bereich der Windschutzscheibe. Das Zentraldisplay ist zum Fahrer hin ausgerichtet. BMW beschreibt die Bedienung als Kombination aus Touch, haptischen Bedienelementen und Sprache.
Der BMW Intelligent Personal Assistant soll durch die Integration von Amazon-Alexa+-KI dialogorientierter werden. BMW Operating System X basiert laut Hersteller auf dem Android Open Source Project und ist auf Updates sowie spätere Funktionserweiterungen ausgelegt. Das bedeutet nicht, dass jedes neue digitale Angebot dauerhaft kostenlos ist: BMW führt Digital Premium als optionales Angebot auf, zu dem unter anderem erweiterte Kartenfunktionen und ein Security Assistant gehören können. Welche Dienste im jeweiligen Land, Modell und Ausstattungspaket verfügbar sind, sollte in der konkreten Konfiguration geprüft werden.
BMW nennt außerdem elektrisch einstellbare Seriensitze mit Memory-Funktion, optionale Multifunktions- und M-Sportsitze, auf Wunsch beheizbare Rücksitze und mehrere Innenraumdesigns. Ein Panoramadach mit Klimakomfortglas, Harman-Kardon-Soundsysteme, M Sportpaket und M Sportpaket Pro gehören je nach Variante zu den optionalen oder editionsabhängigen Ausstattungen. Die Räder sind für den i3 in Größen von 19 bis 21 Zoll angekündigt, für Verbrenner von 18 bis 20 Zoll. Diese Bandbreiten sind keine Zusage, dass jede Größe für jede Motorisierung bestellbar ist.
Assistenzsysteme: Unterstützung, keine autonome Fahrt
BMW ordnet die neuen Assistenzfunktionen SAE-Level 2 zu. Dazu zählt ein Autobahnassistent, der in 21 Ländern freihändiges Fahren bis 130 km/h ermöglichen soll, sofern die jeweiligen Bedingungen erfüllt sind. Level 2 bedeutet, dass das System Längs- und Querführung unterstützen kann, die fahrende Person aber aufmerksam bleiben und jederzeit übernehmen muss. Navigationsgeführte teilautomatisierte Funktionen für den Stadtverkehr sind laut BMW erst ab 2027 vorgesehen. Ausstattung, Marktfreigabe und Funktionsumfang können sich je nach Modell und Land unterscheiden.
Marktstart und Preise: Was können Interessenten einplanen?
Der offizielle Marktstart des elektrischen BMW i3 ist für Herbst 2026 angekündigt. Eine First Edition des i3 50 xDrive war bereits vorher bestellbar. BMW Deutschland nennt für den i3 50 xDrive einen Grundpreis von 65.900 Euro; die First Edition kostet 75.340 Euro. Die Preise betreffen den deutschen Markt und die in der Pressemitteilung beschriebenen Konfigurationen. Sie sind kein Preis für sämtliche G50-Modelle. Für die Verbrenner, den M350 xDrive und den späteren Plug-in-Hybrid waren bei der Vorstellung noch keine deutschen Listenpreise veröffentlicht.
Die First Edition ist mit zusätzlichen Ausstattungsmerkmalen wie M Sportpaket, Iconic Glow Exterieurpaket und 3D-Head-up-Display beschrieben. Die reguläre i3-50-xDrive-Konfiguration soll zum Herbststart bis zu 912 Kilometer WLTP-Reichweite bieten; für die First Edition nennt BMW je nach Ausführung bis zu 906 Kilometer. Diese Werte unterscheiden sich wegen der jeweiligen Konfiguration. Die BMW-Information zu Preisen und First Edition enthält den deutschen Preisstand und die Angaben zur Vorbestellung.
Was ist noch offen?
Die Vorstellung beantwortet viele Fragen zur Technik, aber nicht alle Punkte, die für einen Kauf wichtig sind. Noch offen oder nicht vollständig veröffentlicht sind insbesondere:
die deutschen Preise und kompletten Datenblätter der Benziner und des M350 xDrive;
Bestell- und Auslieferungstermine für die einzelnen Verbrennermodelle;
technische Daten und Preis des Plug-in-Hybrids für 2027;
die genaue Serien- und Optionsausstattung je Motorisierung und Markt;
reale Reichweiten und Ladezeiten unter individuellen Alltagsbedingungen.
BMW bestätigt Investitionen von rund zwei Milliarden Euro in die Produktion der neuen 3er Generation und nennt München sowie Dingolfing als Fertigungsstandorte. Das belegt die industrielle Vorbereitung, ersetzt aber keine verbindliche Händlerauskunft zum Liefertermin eines konkreten Fahrzeugs. Die BMW-Mitteilung zur Produktion in Deutschland beschreibt die Standortplanung.
So prüfen Sie, ob eine Meldung wirklich zum G50 passt
Wenn Sie Angebote oder technische Angaben vergleichen, gehen Sie in dieser Reihenfolge vor: Erstens prüfen Sie, ob es um den elektrischen BMW i3 oder einen 3er mit Verbrennungsmotor geht. Zweitens gleichen Sie Modellbezeichnung und Antrieb ab, denn Leistungsdaten des M350 xDrive lassen sich nicht auf einen Vierzylinder übertragen. Drittens unterscheiden Sie WLTP-Werte von realen Verbrauchs- und Reichweitenprognosen. Viertens fragen Sie beim Händler nach einem schriftlichen Preis für genau die gewünschte Konfiguration, inklusive Sonderausstattung und Lieferzeit. Und schließlich kontrollieren Sie, ob die Information aus einer aktuellen BMW-Quelle stammt und sich auf Deutschland bezieht. So vermeiden Sie, einen offiziellen i3-Preis mit einem noch nicht bestätigten G50-Benzinerpreis zu verwechseln.
Stand der Informationen: 30. September 2026. Die technischen Angaben und Ausstattungsdetails beruhen auf den an diesem Tag veröffentlichten BMW-Presseinformationen. BMW kann Preise, Konfigurationen und Termine je nach Markt anpassen.